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Werke von David Nash & Unen Enkh Enkh © VG Bild-Kunst, Bonn 2011 & Künstler


Back to the Roots David Nash – Werner Pokorny – Jinmo Kang – Unen Enkh 10. April bis 11. September 2011 Ort: Museum Biedermann, Donaueschingen


Ob Holz, Stein, Filz oder Rosshaar – die vier Künstler dieser Aus- stellung arbeiten alle mit Naturmaterialien. Dabei sind sie ihren künstlerischen Wurzeln und Inhalten treu geblieben, ohne jedoch dort stehen geblieben zu sein. In intensivem Dialog mit der Natur und den bearbeiteten Materialien schaffen sie eigensinnige Ob- jekte, deren Unmittelbarkeit oder schlichte Eleganz den Betrachter sofort in Bann ziehen. Mit ihren abstrahiert-reduzierten und zu- gleich sinnlichen Skulpturen nehmen sie Bezug auf das Leben, die Schöpfungskraft und die Vergänglichkeit von Mensch und Natur.


So erforscht David Nash seit Jahrzehnten in vielfältiger Weise die Formbarkeit, Widerständigkeit und Verletzlichkeit von Holz. Der 66-jährige Brite zählt international zu den bekanntesten Holz- bildhauern und Land-Art Künstlern und gilt als einer der Wegbe- reiter einer künstlerischen Auseinandersetzung, in der das Holz selbst zum maßgeblichen Themeninhalt wurde. Dabei ist ihm der


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Baum ein unerschöpflicher Lehrmeister – wie ein lebendiges Ge- genüber, mit kalkulierbaren Reaktionen aber auch Widerständen und Unwägbarkeiten. Diesen Dialog macht Nash zum Inhalt sei- nes künstlerischen Schaffens. Beispielsweise „zwingt“ er Holz in geometrische Grundformen und setzt damit Künstlichkeit gegen Natürlichkeit. Im Aufbrechen des trocknenden Holzes, oder im Sprießen junger Äste bahnt sich die Natur aber dennoch ihren Weg. Darin offenbart sie ihre Lebendigkeit und Kraft sowie die Grenzen eines rein künstlerischen Gestaltungswillens.


Das Verkohlen ist eine weitere Methode David Nashs, wodurch er die Holzoberflächen gestaltet und sowohl inhaltliche wie farb- liche Kontraste erzielt. Ein aussagekräftiges Beispiel dafür ist der „Black Dome“ (2003) aus 93 verkohlten, im konzentrischen Kreis aufgebauten Rubinienbaumstümpfen, der schon 2009 in der Er- öffnungsausstellung des Museum Biedermann zu sehen war.


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