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ICT speicher


Auf die Entwicklung kommt es an Ist Flash als echte Alternative zu herkömmlichen Disk-basierten Speichersystemen in einer Shared Storage-Umgebung ernst zu nehmen, dürfen die Anbieter keine älteren Storage- und Server-Ansätze bei der Entwicklung der Flash-Lösung verwenden. Viele Hersteller betrachten NAND Flash als Erweiterung bestehender Caching- und Data Tiering-Architekturen und setzen daher auf Standard-SSDs und Flash PCI-Karten – mit gemischten Erfolgen. Das liegt zum Teil an fehlender Innovation seitens der Hersteller, aber auch daran, dass sie ihr HDD-Geschäft schützen wollen. HDD-basierte Architekturen wurden zur Unterstützung der Performance und Haltbarkeit sich drehender Medien entwickelt. PCI-Plattformen lassen sich schwer teilen und warten. Diese Einschränkungen beeinträchtigen den Nutzen der NAND Flash-Technologie.


Wird sie allerdings für Enterprise Storage-Zwecke richtig entwickelt und implementiert, verbessert NAND Flash die Applikationsperformance sowie die Anwendungs-, Datenbank- und Storage-Konsolidierung und reduziert so den Platzverbrauch im Rechenzentrum und die Energie- und Kühlungskosten.


Verfügbarkeitsanforderungen Neben einer dauerhaft hohen Performance müssen Unternehmen ebenfalls auf einen anwendungsorientierten Ansatz bei der Verfügbarkeit achten. Der Ausfall einer Komponente muss schnell und nahtlos bewältigt werden, aber auch das Ersetzen der ausgefallenen Komponente darf die Applikationsverfügbarkeit nicht beeinträchtigen. Nehmen wir ein Festplattensystem als Beispiel. Fällt ein Laufwerk


in einer traditionellen RAID-Gruppe aus, ist das Unternehmen für eine gewisse Zeit


anfällig für Datenverluste aufgrund weiterer


Laufwerkausfälle und leidet unter einem Leistungsverfall, während das RAID-System wiederhergestellt wird.


Dasselbe gilt auch für die Flash-Technologie. Während der Evaluierung soll daher darauf geachtet werden, ob die Komponenten über Hot Spare-Ersatzteile


verfügen, ob die ausgefallenen Komponenten


online ersetzt werden können und wie groß die Auswirkungen auf die Performance sind. Enterprise Flash-Geräte gewährleisten fast die volle Leistung auch im Fall eines Komponentenausfalls. Darüber hinaus lassen sich die ausgefallenen Teile ohne Downtime ersetzen. Diese zwei Anforderungen sind gang und gäbe auf dem entwickelten Markt für Disk-Systeme aber nicht im Flash-Bereich.


Aufgrund der Vielzahl an neuen rein Flash-basierten oder hybriden Systemen entsteht großes Veränderungspotential bei der Applikationsperformance und den Workflows im Rechenzentrum – aber nur wenn die Voraussetzungen hinsichtlich Verfügbarkeit und Leistung erfüllt werden. Die Einführung von Standard-Flash-SSD oder PCIe-Karten in einen Serverschrank mit einfachen Management- und File-Systemen führt nicht automatisch zum Erfolg; das durchdachte Testing anhand echter Anwendungen in der Praxis dagegen schon. Ein Flash Storage Array der Enterprise-Klasse soll zudem das „Look and Feel“ eines traditionellen festplattenbasierten Speichersystems haben. Kunden profitieren von den Performance-Vorteilen, ohne durch eine umfangreiche Umstellung hinsichtlich Integration und Betrieb aufgehalten zu werden.


Aufgrund der Vielzahl an neuen rein Flash-basierten oder hybriden Systemen entsteht großes Veränderungspotential bei der Applikationsperformance und den Workflows im Rechenzentrum – aber nur wenn die Voraussetzungen hinsichtlich Verfügbarkeit und Leistung erfüllt werden.


März 2013 I www.dcsdach.info 21


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