FACILITIES DCIM
wie BACnet, Modbus und SNMP und sind damit in der Lage, den Betriebszustand der Facility-Geräte und Umgebungssensoren oder auch Daten von Serviceprozessoren zu erkennen.
Datenerfassung rund um die Uhr
Die Appliances sammeln außerdem nicht nur Daten, sondern werten sie auch aus– unabhängig von der Serverauslastung oder der Netzwerkverbindung zwischen Zentrale und Zweigniederlassung. Daten werden somit ununterbrochen gesammelt, Probleme erkannt und bei Überschreiten von Schwellenwerten Alarmierungen ausgelöst. Auch die Steuerung und der Zugriff auf die Infrastruktur kann über die Appliance erfolgen. Allgemeine Dienste wie Authentifizierung, Autorisierung, Reportgenerierung, die Definition von Schwellwerten zur Alarmierung und das gesamte Alarmhandling werden allerdings nicht von den Appliances, sondern über eine DCIM-Software gesteuert. Die Appliances von Avocent sind beispielsweise mit den Trellis- Softwareanwendungen für ganzheitliches Management von IT- und Anlagengeräten kompatibel. Moderne DCIM-Software bietet somit umfangreiche Funktionalitäten zur Überwachung und Steuerung der IT- sowie der physischen Infrastruktur (Stromversorgung, USV, Kühlanlagen).
Vorausschauende Planung
Für ein ganzheitliches Management muss eine DCIM-Lösung alle räumlichen sowie energie- und klimatisierungstechnischen Eigenschaften im Rechenzentrum erfassen und zur Vermeidung von Ausfällen Berichte liefern, mit deren Hilfe vorbeugende Maßnahmen geplant werden können. Moderne DCIM-Lösungen bieten dazu standardmäßig konfigurierbare webbasierte Dashboards und Analysetools. Mithilfe der automatisierten Erfassung von Betriebsdaten sowie der Berichterstellung über einen Reportgenerator können umfassende Berichte erstellt werden, die als zentrale Informationsquelle für das Infrastrukturmanagement und die Planung dienen. Die Verantwortlichen können bei Bedarf auf diese Berichte zugreifen und sich ein ausführliches Bild von den Betriebsbedingungen machen.
Transparenz über Projekte und deren Auswirkungen Um die Kontrolle über die aktuelle und künftige Auslastung der Rechenzentrumsressourcen zu behalten, sollte eine DCIM-Lösung Projektplanungsdaten liefern, die genau aufzeigen, welche Projekte sich in welcher Genehmigungsphase befinden und wie sich diese auf die Infrastruktur auswirken. Zusätzlich sollte die Lösung anhand von Auslastungsverlaufskurven die aktuelle sowie die in naher Zukunft zu erwartende Auslastung anzeigen.
Damit sind die Verantwortlichen in der Lage, anhand von Auslastungstrends abzubilden, wann die Stromversorgungskapazität oder die Klimatisierungsleistung knapp wird. Ferner muss eine DCIM- Lösung die Möglichkeit der Entwicklung von Modellen künftiger Veränderungen und deren Simulation ermöglichen, bevor diese im Alltagsbetrieb realisiert werden.
Erfüllung von SLAs Des Weiteren sollten sich ineinander geschachtelte Prozesse entwickeln lassen, bei denen die von einander abhängigen Schritte aufgeführt werden, die durchzuführen sind, bevor eine Maßnahme als durchgeführt bestätigt wird. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die DCIM-Lösung eine Bewertung im Vergleich zu den SLAs (Service Level Agreements), die als standardisierte oder kundenspezifisch angepasste Erfolgskriterien gelten, zulässt. Schließlich sollten auch nicht hinreichend genutzte Raum-, Energie- und Klimatisierungskapazitäten zu erkennen sein.
Damit einhergehend sollten Empfehlungen zur optimalen Platzierung von Geräten abgegeben werden, basierend auf deren spezifischen Anforderungen und der vorhandenen Auslastung/Kapazität innerhalb der Infrastruktur und Berücksichtigung größtmöglicher Energieeffizienz und Ausfallsicherheit.
Energieverbrauch unter Kontrolle Ein modernes Rechenzentrumsmanagement erlaubt nicht zuletzt auch das Management nach gängigen Messwerten bzw. Key Performance Indikatoren (KPI). Diese zielen in erster Linie auf die Überwachung des Energieverbrauchs sowie die Erfassung des zugehörigen Werts für die Power Usage Effectiveness (PUE) ab. Der PUE-Wert beträgt in der Regel 1,8 oder 1,9. Das bedeutet, dass fast genauso viel Energie durch die Supportsysteme verbraucht wird, wie durch die IT.
Ziel ist es, den Wert auf 1,3 oder 1,4 zu senken. Intelligente DCIM-Lösungen erlauben es, den PUE-Wert nach verschiedenen Messverfahren zu ermitteln. Solche Key Performance Indikatoren sind für den Rechenzentrumsbetrieb wichtig, da sie Aufschluss darüber geben, wie effizient das Rechenzentrum arbeitet.
Fazit
Aufgrund der steigenden Komplexität sind herkömmliche Tools zur Verwaltung von Rechenzentren nicht mehr in der Lage, ein Optimum an Ausfallsicherheit, Auslastung und Energieeffizienz sicherzustellen.
Abhilfe schaffen DCIM-Lösungen, welche ein ganzheitliches Infrastrukturmanagement erlauben und die kritische Lücke zwischen physischer und IT-Infrastruktur schließen. Denn nur wenn die Abhängigkeiten beider Bereiche konzertiert und gemeinsam in Echtzeit verwaltet werden, können Veränderungen im Rechenzentrumsbe trieb und deren Auswirkungen frühzeitig erkannt und Ausfälle verhindert werden.
März 2013 I
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