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Sommer 2012 I Wiehre-Journal


Das alles ging im Vorwurf der Kin derfeindlichkeit“ unter. Denn Kinderfeinde mag man schließlich nicht. „Meine gesamte Familie hat unter den Anfeindungen gelitten“, so Reinwald, der beklagt, die Bereit schaft zum Zuhören sei


festgelegte Mittagsruhezeit erweitert – und die Trägerin wurde verpflichtet, Betreuungsverträge bei wiederholten Verstößen ge- gen ein genau festgelegtes Verkehrskonzept zu kündigen.


leider bei vielen, die sich auf-


grund einer ein seitigen Berichterstattung empört hätten, nicht vorhanden. „Es ist ei niges Gift in den Brunnen geschüt tet wor- den.“ Und jetzt? Gibt es einen Ver gleichs-Vorschlag des Gerichts,


laut


dem nur 60 statt der ursprünglich geplanten 90 Kinder in der ,,Casa dei bambini“ untergebracht werden sol len. Eine Unter- schrift der Beteiligten könnte diesen in den nächsten Tagen er- folgen. Reinwald findet diesen Kompromiss als vernünftig. Als Sieger fühlt er sich dennoch nicht. Es gebe nur Verlierer, meint er. Die jungen Familien mit ihren Kindern ohne Kita-Platz. Das Montes- sori-Zentrum, das einen wirtschaftlichen Schaden aufgrund der verzögerten Eröffnung habe. Der Bürgerverein, der der Kinder- feindlichkeit bezichtigt wurde. Und, so Reinwald,


,,der Ruf Frei-


burgs als kinderfreund liche und tolerante Stadt und einem bis- her harmonischen Miteinander von Jung und Alt‘. Freiburger Stadtkurier/Stefan Ummenhofer, 3.5.2012


Übereinkunft – Vergleich ist da. Kita in der Schwimmbad- straße kommt


Ein Jahr hat die Auseinandersetzung um die geplante Kita in der Wiehre gedauert. Nun gibt es einen Vergleich – der Um- und Neubau der Keidel-Vila in der Schwimmbadstraße zur Tagesstät- te für 60 Kinder kann beginnen. Die Anwohner hatten gegen die Baugenehmigung der Stadt einstweiligen Rechtsschutz beantragt, seither lag das Bauvorha- ben des Montessori-Zentrums Angell auf Eis. Jetzt konnte nach langen Verhandlungen ein Vergleich zwischen Stadt, Nachbarn und Bauherrin geschlossen werden. Die Warteliste von Kindern, die für die geplante Kita anstehen, ist in der Zwischenzeit auf 216 angewachsen. Von denen aber werden nur 60 in der "Casa dei Bambini" unterkommen: Die Zahl der Betreuungsplätze wurde von 90 Plätzen auf 60 reduziert. Außerdem wurde die ohnehin


Impressum


Herausgeber Bürgerverein Mittel- und Unterwiehre e.V. Goethestraße 46 · 79100 Freiburg 1. Vorsitzender: Eugen Reinwald Telefon 0761-70 73 468 Fax: 0761-79 63 41


info@buergerverein-wiehre.de, www.buergerverein-wiehre.de


Redaktion: Andreas Waetzel


Druck: Simon Druck GmbH & Co Riegeler Str. 4b · 79111 Freiburg Tel.: 0761-400 59-0


Wir danken allen Inserenten.


Konzeption, Gestaltung und Anzeigenannahme:


Zeitform Medien GmbH Stefan Sinn Haslacherstraße 43 79115 Freiburg i. Br. 0761 / 76 77 69 0 sinn@zeitform-medien.de


Anzeigen- und Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe ist am 15.09.2012; Anzeigenpreise Preisliste 02


Kita soll bis Ende 2012 fertig sein


Antoinette Klute-Wetterauer, die Geschäftsführerin des Montes- sori-Zentrums, zeigt sich erleichtert: "Ich war einige Male kurz davor aufzugeben, aber die Sache war es mir wert." Sie muss es ihr wert gewesen sein, sonst hätte sie nicht eine halbe Million Euro in die lange Zeit der Auseinandersetzung, Gutachten und geforderte Bau- und Schutzmaßnahmen investiert. Nun aber könne man endlich in der Gründerzeitvilla loslegen, freut sie sich, "aber auch das natürlich wie im Vergleich festgeschrieben nur äußerst maßvoll". Gebaut wird demnach keinesfalls länger als von 7 bis 18 Uhr, samstags ist ohnehin baufrei. Dennoch hofft Antoinette Klute-Wetterauer, dass die Kita gegen Jahresen- de fertiggestellt ist. Oberbürgermeister Dieter Salomon begrüßt den Kita-Kompro- miss, denn schließlich habe die Stadt größtes Interesse daran, den Ausbau von Kitaplätzen nach Kräften zu fördern: "Jeder neu geschaffene Kita-Platz in den Stadtteilen ist für die Eltern Gold wert." Noch lieber als die nun vereinbarten 60 Plätze hätte der OB die ursprünglich anvisierten 90 Betreuungsplätze gesehen, die nachbarschaftsverträgliche Abstimmung habe hier


jedoch


Vorrang haben müssen. Bürgerverein hofft auf Rückkehr zur Normalität


Der Vorsitzende des Bürgervereins Mittel- und Unterwiehre, Eu- gen Reinwald, freut sich mit dem gesamten Vorstand: "Jetzt, da der zwölfmonatige Streit beigelegt ist, bei dem es aus unserer Sicht nur Verlierer gab, kehren hoffentlich wieder Alltag und Nor- malität ein." Der Bürgerverein hat


just in diesen Tagen zwei


brandneue Vorschläge für weitere Kita-Standorte in der Wiehre erhalten – und auch Antoinette Klute-Wetterauer sucht weiterhin außerhalb des Angell-Campus nach neuen Kita-Standorten. Zwar sei die Erfahrung, in der Nachbarschaft vorstellig zu werden, nicht einfach gewesen, aber es bestehe weiterhin dramatischer Bedarf an Betreuungsplätzen: "Stadt und Träger müssen da dran bleiben!"


Badische Zeitung/Julia Littmann, 9.5.2012


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