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Verwaltungskonzentration dere die Besucherinnen und Besucher aus


der Wiehre und aus der Oststadt würden nach einer Verlagerung dieser Angebote we- sentlich weitere Anfahrtswege mehr Zeit


haben und für ihre Ämterbesuche aufbringen


müssen. auch die zahlreichen umliegenden größeren und


kleineren Einzelhandelsgeschäfte Publikumsverkehr. Ein und


Dienstleistungsangebote profitieren nicht un- erheblich von den über 200 Mitarbeitern und dem ausgeprägten


Wegfall dieser Funktionen dieser Ämter wür- de eine starke Veränderung bzw. Reduzie- rung dieser Angebote und einen Kaufkraft- verlust im 7stelligen EURO-Bereich zur Folge haben.


Inwieweit Nachfolgenutzungen dies


ganz oder teilweise wieder auffangen können ist heute völlig offen und eher unwahrschein- lich.


Verwaltungskonzentration bringt Einschnitte für die Wiehre


Nach einem externen Gutachten der Verwaltung spart ein Neu- bau des Technischen Rathauses und eine Verlagerung des Bür- geramtes von der Baslerstraße 2 in die Fehrenbachallee der Stadtkasse Geld. Der Grund: Am Standort im Stadtteil Stühlin- ger


ließen sich viele Ämter konzentrieren, die derzeit in der


ganzen Stadt verteilt sind. Ein Neubau bräuchte weniger Fläche und würde die Nebenkosten senken.


Seit fast einem Jahrzehnt schwelt rathausintern die Diskussion. Auslöser sind die Pavillons entlang der Fehrenbachallee, in de- nen die technischen Behörden untergebracht sind und die drin- gend für über 10 Mio EUR saniert werden müssen. Eine Studie belegt nun, dass eine Konzentration der Verwaltung wirtschaft- licher sei. Berücksichtigt wurden über eine Laufzeit von 25 Jah- ren Zinsen, Miet- und Nebenkosten, Sanierungsstau in bestehen- den Gebäuden und Verkaufserlöse von eigenen Immobilien wie der Karlskaserne und das Behördenzentrum Ecke Günterstal- und Baslerstraße. Unterm Strich läge laut Gutachten der finan- zielle Aufwand für den Neubau bei 76 Millionen Euro, wenn die Stadt als Bauherrin auftritt. 89 Millionen Euro werden kalkuliert, wenn es bei den bisherigen Standorten bliebe. Der Bürgerverein Mittel- und Unterwiehre hat deswegen alle Ge- meinderäte angeschrieben und seine Gründe für eine Beibehal- tung der Ämter bei der Johanneskirche begründet: besonders starker Publikumsverkehr besteht sowohl in Bezug auf das Amt für Bürgerservice als auch in Bezug auf das Amt für öffentliche Ordnung. Beide Ämter werden jährlich von rund 270.000, d.h. täglich von hunderten von Bürgerinnen und Bür- gern aufgesucht – davon kommen ca. 10 % der Besucher aus dem größten Stadtteil Freiburgs, nämlich der Wiehre. Insbeson-


bei einem Verkauf des Gebäudes würde immer auch die Post- stelle im Gebäude zur Disposition stehen. Diese Poststelle ist ein ebenso zentral gelegenes wie auch unverzichtbares Dienst- leistungsangebot für die Bevölkerung der Wiehre bis nach Gün- terstal, Bohrer und Horben. Auch für Laien ist es naheliegend, dass die Konzentration aller Ämter und Dienstleitungsangebote der Stadt auf einen Standort im Stühlinger nicht zwingend auch optimale Angebotsstrukturen bewirkt. Oft kann durch eine dezentrale Verteilung bzw. Konzen- tration im Stadtgebiet von Einrichtungen, die miteinander keine größeren Synergieeffekte aufweisen, eine deutlich bessere Ver- sorgung der Bevölkerung mit Dienstleistungen erreicht werden. Aus dem Gesichtspunkt der „Bürgernähe“ ist eine dezentrale Konzentration sogar eher von Vorteil! Da das Historische Rathaus am Rathausplatz, das Sozialamts-


gebäude am Siegesdenkmal als auch das Gebäude des AföO am Johanneskirchplatz sich nach unserem Wissen voll in städ- tischer Hand befinden, können hier auch keine Mietkosten bei einer Aufgabe eingespart werden. Alle diese Standorte sind groß und funktional stabil genug, um auch außerhalb eines Zen- tralrathauses an der Fehrenbachallee in Zukunft sehr gut er- reichbare Dienstleitungen anzubieten.


Fazit: Obwohl wir die Argumente der Verwaltung ebenfalls nachvollzie- hen können, würden der Bürgerverein – und genauso viele Bür- gerinnen und Bürger im Quartier - es deshalb als einen sehr großen Verlust


für die Wiehre ansehen, wenn das Bürgeramt


und das Amt für öffentliche Ordnung verlagert aus der Wiehre abgezogen werden würden.


Eugen Reinwald


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