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Wiehre-Journal I Sommer


22. Freiburger Keramiktage


Nicht ganz Ende Juni, am 23. und 24., lädt das Keramikforum wieder zu den Keramiktagen am alten Wiehrebahnhof. Dieses Jahr heißt das Motto bunt, nicht nur im Sinne von farbig, son- dern auch groß, klein, fein, kräftig, farbig, schwarz und weiß, rau oder glatt, brauchbar oder ziervoll, also der ausgemachte Reich- tum heutiger Keramik wird an diesem Wochenende wieder zu- gänglich sein. Das Keramikforum lädt individuelle, kleine Werkstätten, die jede auf ihrem Gebiet Ausgesuchtes leisten und zeigen.


Im Ausstellungsraum des alten Bahnhofs zeigt Elke Sada kera- mische Körper, die sie ausgesprochen farbig behandelt. Das Rahmenprogramm ist gewohnt reichhaltig, im Bahnhof gibt es Filme und Bücher zum Thema, dort und rundum kommen Ess- und Trinkbares nicht zu kurz.


Ab der Mittagszeit bietet die Keramikwerkstatt der "Fabrik" Töp- fern für die jüngeren Gäste, und "Omas Küche" serviert auf handgetöpfertem Geschirr. mehr Information: www.keramikforum.info >Markt Freiburg


Ansprechpartner Organisation: Markus Klausmann – Talbachstr.35 79183 Waldkirch-Siensbach 07681-23185 oder 0170-4890909


Milan Johannes Peters - Zartener Str. 10 79199 Kirchzarten 07661-3906060 oder 0177-6050928 e-Mail hallo@keramikforum.info


Presseecho Casa dei Bambini Giftmails und viele Verlierer


– wie der Streit um die geplante Kita in der Schwimmbadstraße eskalierte


Italienische Lebensart - das kommt an in der Wiehre. ,,Casa dei bambini“ heißt die Kindertagesstätte des Montessori-Zentrum- Angell, die ei gentlich schon im März in der Schwimmbadstraße eröffnen sollte. Ob der Zank um das „Haus der Kin der“ viel mit südländischer Lebens freude zu tun hat, ist fraglich. Fest steht: Die Aufwallungen sorgen für jede Menge Verlierer.


Fakt ist: Gegen die Pläne, insge samt 90 Kinder in der alten


Keidel -Villa unterzubringen, hatte der Vor stand des Bürgerver- eins Mittel- und Unterwiehre im Mai 2011 Protest angemeldet - aus


vier Gründen. Denkmalschutz und Brandschutz gehörten


ebenso dazu wie die Sorge um die Verkehrssituation: Kommt die Feuerwehr im Notfall durch die oft zugeparkte vordere Schwimm- badstraße? Und: Drohen Unfälle, wenn Eltern ihre Kinder mit dem Auto bringen oder holen, und gleichzeitig zahlreiche Schü- ler auf dem Fahrrad diese Sackgasse ohne Wendemöglichkeit nutzen?


Der vier te Grund führte nun zu den heftig sten Reaktionen - in Verbindung mit einem jüngst gesendeten Fernseh bericht im SWR- “Report-Mainz“. Was war geschehen? Der Bürgervereins-Vor sitzende Eugen Rein- wald hatte be klagt, dass den Kindern rein rechne risch und nach Abzug aller Einbau ten nur noch durchschnittlich 3,68 Quadrat- meter pro Person zur Verfü gung stünden. Da das geltende Recht für Freilandausläufe für Lege hennen vier Quadratmeter vorsieht, sprach Reinwald von einer Käfighaltung für Kinder‘


Die Machart des Fernseh-Beitrages suggerierte jedoch, Reinwald - selbst Großvater - habe ein größeres Problem mit Kindern. Da- rauf kam es zum Aufstand der ,,Scheinbar-An ständigen“ in Frei- burg: Der Bürger vereins-Vorsitzende wurde in Mails aufs Übelste beschimpft. Sein Arzt schrieb ihm gar, einen solchen Patienten nicht mehr länger zu behandeln. Antoinette Klute-Wetterauer, Ge schäftsführerin des Montessori - Zentrums, betont, statt den von Reinwald berechneten 350 Quadrat metern seien 650 für die ,,Casa dei bambini“ geplant. Es gebe also sehr wohl genügend Platz. Laut baden-württember- gischen Kindergartenge setz sind 6,5 Quadratmeter pro Ki ta- und 3,3 Quadratmeter pro Krab belgruppenkind erlaubt. Klute-Wet terauer wirft Reinwald eine sehr offensichtliche Klien- telpolitik für wohlhabende ältere Kinderfeindli che“ vor.


Das Gegenteil treffe zu, entgegnet der: Nie hätten er oder der Bürgerverein sich gegen die Kita als solche gewendet. „Wir ha- ben 28 Kitas in der Wiehre - und jede einzelne ha ben wir unter- stützt.“ Zudem gebe es bereits von ihm und dem veranlasste Pläne, eine weitere Kita in die Wiehre zu holen. ,,Wir brauchen Kita-Plätze – und es gibt noch weitere leer stehende Gebäude in der Wiehre, in denen wir welche schaffen können.“ Er habe le- diglich ein Problem damit, wenn aus wirt schaftlichen Gründen möglichst vie le Kinder auf engem Raum unterge bracht würden, so Reinwald. Und, wenn man diese Kinder verkehrstechnisch in Gefahr bringe! Fragen werfe in diesem Zusam menhang auch ein kritisches Ver- kehrsgutachten in Sachen ,,Casa“ auf, das von der Verwaltung zurück gehalten worden sei, ehe derselbe Gutachter plötzlich zu einem posi tiven Ergebnis gekommen sei.


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