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AUTHOR ALESSANDRA SOLA PHOTOGRAPHY ARTIST COURTESY


mixmag germany


DIE METAMORPHOSE DER SZENE


Jahrelang behandelten wir die Nacht wie ein erworbenes Recht, wie ein versprochenes Land, das, im Guten wie im Schlechten, einfach existierte. Wir betraten sie beinahe schematisch, als System aus Gewohnheiten, als Geflecht aus Körpern innerhalb eines Rituals, das bei Sonnenuntergang begann und sich bis zu dessen Rückkehr erstreckte. Heute jedoch ist die europäische Nacht zu etwas geworden, das verteidigt, manchmal sogar verhandelt und ganz sicher neu gedacht werden muss. Clubkultur ist nicht vorbei, doch sie durchläuft eine neue Ära, die einen Riss in das geöffnet hat, was wir einst für selbstverständlich hielten.


Heute muss die Nacht und mit ihr die gesamte Szene der Clubkultur beweisen, dass sie ein Existenzrecht besitzt, dass sie keine Störung darstellt, keine Grenzen überschreitet und nicht zu viel Raum einnimmt. Das Symptom liegt im Kontext, der sie einst getragen hat und sich nun radikal verändert hat.


Wer heute durch die Hauptstädte jener Orte geht, die noch vor einem Jahrzehnt als europäische Clubhochburgen galten, begegnet nicht selten geschlossenen Rollläden, umgenutzten Locations oder überarbeiteten Formaten. Die Szene hat sich verändert, mehr oder weniger organisch, und vieles, was wir vor wenigen Jahren noch als gegeben ansahen, ist es nicht mehr.


Dieser Hautwechsel geschieht jedoch nicht geräuschlos. Er wirkt aktiv auf eine Community ein, die Schritt halten muss, wenn sie weiterhin Teil ihrer selbst bleiben möchte. Übergänge erzeugen Widerstände und nostalgische Blicke, die versuchen, sich mit provisorischen Lösungen anzupassen. Jede Metamorphose ist unbequem, weil sie zwingt zu entscheiden, was bewahrt und was losgelassen wird. Vor allem aber stellt sie eine Frage, die lange unnötig schien: Was wollen wir heute eigentlich von der Nacht?


Genau diese Frage durchzieht das zeitgenössische europäische Clubbing. Es ist keine rein technische oder ökonomische Frage, sondern eine zutiefst kulturelle.


Um eine Antwort zu versuchen, müssen wir Abstand nehmen und Modelle betrachten, die europäische Gemeinsamkeiten berücksichtigen, ohne die einzelnen Fälle zu nivellieren. Blicken wir daher auf Italien, Deutschland, die Niederlande und Spanien.


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