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Wie wenn die Isländer in den letzten 500 Jahren nicht genügend Natur- und Wirtschaftska- tastrophen erleben mussten, bleibt das kleine Volk auch nicht vor der Globalisierung ver- schont. Da in den letzten drei bis vier Jahrzehnten die isländische Wirtschaft immer mehr vom Fischfang und der Landwirtschaft auf eine modernen und international ausgerichteten Dienstleistungsgesellschaft »umgestellt« wurde, engagierten sich die isländischen Banken und Privatinvestoren seit Mitte der 90-er Jahre auch immer mehr auf den internationalen Finanzmärkten. Die sich rasant entwickelnde Telekommunikation machte es leicht sich per Computer und Internet global zu engagieren und im immer schneller drehenden Finanzka- russell nach Herzenslust mitzumischen. Es klang so einfach: Ohne schweißtreibende Arbeit, die die Isländer seit Jahrhunderten gewohnt waren, das eigene und vielfach auch gelie- hene Kapital international anzulegen und mit Traumrenditen einen guten Schnitt zu machen. Der globale Finanzmarkt schien für das kleine Island, fernab der großen Warenströme der Welt, das Patentrezept zu sein. Immobiliengeschäfte, Hedge-Fonds, Leerverkäufe, Derivate


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