fiori per Reinhold Würth, 2008, Acryl auf Leinwand Triptycon, 180 x 405 cm, Sammlung Würth, Inv. 11841 © 2012, Hanspeter Münch, Ettlingen
Hanspeter Münch. LichtRäume Sammlung Würth und Leihgaben
„Malerei ist eine Kunst, die sich in der Fläche verwirklicht. Sie lebt aber, je komplexer sie realisiert ist, von gestalterischen Gegensätzen. Die Kunst war und ist es, diese Widersprüche möglichst vielgestaltig in neue Ganzheiten zu integrieren.“
(H. Münch)
Malend die Malerei zu erforschen und weiterzuentwickeln, ist seit fünfzig Jahren Motivation und Passion von Hanspeter Münch. Die Ausstellung im Forum Würth Arlesheim trägt diesem kontinuier- lichen Werk jetzt in einer umfassenden Überblicksschau Rech- nung. Aufbauend auf einem Werkkomplex in der Sammlung Würth, werden Bilder und Arbeiten auf Papier von 1962 bis heute präsentiert.
Zentrale Themen sind für den in Ettlingen bei Karlsruhe lebenden Künstler (*1940) Farbe, Licht und Raum. Als Ausgangspunkt dient die Farbe. Diese trägt in all ihren Möglichkeiten das Bild, was für Münch bedeutet, in der Auseinandersetzung mit ihr immer wie- der einen Zustand ursprünglicher und schöpferischer Originalität herzustellen. Als Mass, Ansporn und Reibungspunkt dient dem Maler die gezielte Auseinandersetzung mit künstlerischen Vor- und Leitbildern. Diese reichen von „Alten Meistern“ wie Matthias Grünewald über Claude Lorrain, den Venezianern Bellini, Tizian und Tintoretto bis hin zu Caspar David Friedrich, William Turner, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Claude Monet oder Paul Cézanne.
Münch interessiert, wie Lichtführung und Farbe unabhängig von der realistischen Natur-Licht-Darstellung zur autonomen Darstel-
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lung von Raum und Körperlichkeit gelangen. Er selbst lässt in den früheren Arbeiten in vielfachen Farbschichtungen und Lasuren abstrakte Farbraumkörper entstehen, die bei aller Ungegenständ- lichkeit plastisch wirken. Später wendet er sich der Acrylmale- rei zu. Virtuelle Kontraste von Valeur- und Kalt-Warm-Relationen bauen sich zu Farbvolumen auf, die mit fast barocken Raumtiefen in Spannung geraten. Zur energetischen Wirkung seiner Bilder trägt die gestische Pinselschrift bei. In ihrer Dichte und Präsenz führen die Bilder von Hanspeter Münch in der Summe eine Energie vor, die der Malerei als kom- plexem farbigem Ereignis dauerhafte Aktualität verleiht.
Das 2003 eröffnete Forum Würth Arlesheim zeigt jährlich zwei bis drei Ausstellungen, hauptsächlich mit Werken aus der rund 15’000 Positionen umfassenden Sammlung Würth.
Bis 15. April 2012 Ort: Forum Würth Arlesheim, Schweiz Öffnungszeiten: täglich von 11 bis 17 Uhr, Eintritt frei.
weitere Information unter
www.forum-wuerth.ch und www.hanspeter-
muench-malerei.com
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