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© art KARLSRUHE/Jürgen Rösner


art KARLSRUHE 2012


Wenn vom 8. bis 12. März wieder die Kunst Einzug in die Messe Karlsruhe hält, dürfen sich Sammler und Interessierte auf eine exklusive und spannende Mischung freuen. Die art KARLSRUHE, Internationale Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst, hat in diesem Jahr, in ihrer neunten Auflage, eine ganz besondere Zusammenstellung zu bieten. Wieder ist es Kurator Ewald Karl Schrade gelungen, namhafte Galerien und außergewöhnliche Künstler nach Karlsruhe zu holen. 222 Galeristen aus zwölf Ländern zeigen ein breites Spektrum nahezu sämtlicher bildnerischer Disziplinen von Malerei über Bildhauerei, Zeichnung oder Fotografie.


Zudem werden rund 200 One-Artist-Shows erwartet, und ein Blick ins Ausstellerverzeichnis lässt ahnen, dass erneut die Malerei eine Hauptrolle spielt. Die Künstlerliste enthält promi- nente deutsche Namen wie Georg Baselitz, Markus Lüpertz, Sigmar Polke, Gerhard Richter und Günther Uecker, aber auch internationale Stars wie Louise Bourgeois, Daniel Bu- ren, Jannis Kounellis und Roy Lichtenstein. Außerdem ist die Klassische Moderne stark vertreten: Otto Dix, Ernst Ludwig Kirchner, Henri Matisse, Max Pechstein, Pablo Picasso. Ein Messebesuch in Karlsruhe lohnt aber auch dank der nachrü- ckenden Maler-Generation, darunter Julius Grünfeld, Christo- pher Lehmpfuhl, Justine Otto, Tal R und Thomas Zipp. Auch die 20 Skulpturenplätze, wo Werke von Künstlern wie Abra- ham David Christian, Michael Croissant, Laura Ford, Wolf- gang Mattheuer, A.R. Penck, Vera Röhm, Robert Schad und Daniel Wagenblast aufgebaut werden, sollen großzügige Pi- azza-Atmosphäre in die Kojenlandschaft bringen. "Sehen und


Sammeln", wie das Motto der art KARLSRUHE 2012 lautet, sind denn in schönster Umgebung möglich.


Einen Höhepunkt der Messe bilden sicherlich die Exponate zweier Sonderausstellungen. Zum einen werden aus der Sammlung des Fotografen, Unternehmers und Autoren Gun- ter Sachs rund 20 Werke der klassischen Pop Art gezeigt. Zum anderen präsentiert die Sammlung Marli Hoppe Ritter eine „Hommage an das Quadrat“.


Pop Art aus der Sammlung Gunter Sachs


Wie nur wenige hatte Gunter Sachs die Wandlungen der Kunst in den letzten fünfzig Jahren verfolgt, erlebt und mitge- prägt. Von 1967-1973 war er Präsident des „Modern Art Mu- seums“ München. Er drehte preisgekrönte Dokumentarfilme und schuf ein stilprägendes photographisches Werk. Und er sammelte moderne Kunst, darunter Werke der Nouveaux Re- alistes, Informelle, Pop-Art, schon zu einer Zeit, als sich nur wenige dafür interessierten.


So gehörte Andy Warhol neben Roy Lichtenstein, Tom Wes- selman, Arman, César, Jean-Claude Farhi und Allen Jones auch zu den Künstlern, mit denen Gunter Sachs 1969 im schweizerischen St. Moritz ein 'Modern Art Happening der Sixties' durchführte. Im neu erstellten Turm-Appartement des Palace Hotel suchte sich jeder einen Platz und gestaltete nach seinen Vorstellungen das Interieur. Lichtenstein griff zur Ba-


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