© Lukas Gysin
im April wagen sie den Sprung nach China und werden un- ter anderem in Beijing, Guangzhou und Shanghai gastieren: Insgesamt über 100 Auftritte absolvieren die rund 50 Musiker des kammerorchesterbasel (KOB) in der Saison - und sie erhal- ten brillante Kritiken. „Das kammerorchesterbasel ist eine der spannendsten Formationen, die sich derzeit in der weltweiten Orchesterlandschaft tummeln. Die Schweizer wandeln nicht nur stilsicher über Epochengrenzen, sondern wechseln dafür auch das Instrumentarium.“ (Fono Forum). Tatsächlich ist das KOB nicht nur ein exzellentes modernes Kammerorchester, sondern auch eine hochkarätige Barockformation, über die der Wiener „Standard“ urteilte: „Die Schweizer offerierten ein barockes Mu- sizieren von einer Subtilität, einer Sinnlichkeit, einer überbor- denden interpretatorischen Fantasie, wie es in Wien bis dato in dieser Qualität noch nicht gehört wurde.“
S
Ein weiterer Schwerpunkt des Orchesters ist die Musik des 20. und des 21. Jahrhunderts. In jeder Spielzeit wird mindestens ein Auftragswerk uraufgeführt, in dieser Saison das Konzert für Alphorn der Schweizer Komponistin Helena Winkelman. Auch auf dem internationalen CD-Markt hat sich das KOB profiliert. Vor allem die Gesamtaufnahme der Sinfonien Ludwig van Beet- hovens mit dem von der Alten Musik herkommenden Giovanni Antonini wird von der Kritik begeistert gefeiert. Für seine Ein- spielung von Beethovens Sinfonien 3 & 4 unter der Leitung von Giovanni Antonini (SONY BMG Classical) wurde das kammeror- chesterbasel in der Kategorie Ensemble/Orchester als Orchester
ie touren mit Stars wie Cecilia Bartoli und Andreas Scholl durch Europa; sie konzertieren in der Pari- ser Salle Pleyel, im Barbican Center in London und im Concertgebouw Amsterdam; sie bestreiten eine eigene Konzertreihe im Wiener Musikverein und
des Jahres 2008 mit dem ECHO-Klassik ausgezeichnet.- Doch bei allen Erfolgen ist das Orchester seiner Heimatstadt treu ge- blieben; seine Basler Konzertreihe mit acht Auftritten im Stadt- casino, in der Martinskirche und im Theater Basel bildet quasi das Rückgrat der internationalen Aktivitäten. Und das Publikum zieht mit - trotz dem allgemein beklagten Zuhörer-Schwund im Bereich der „klassischen“ Musik. Seit dem Sommer hat das Orchester nun auch ein zentral gelegenes Domizil mit grosszü- gigen Büro- und Proberäumen: den „Ackermannshof“ in der St. Johann-Vorstadt. Hier wird der Kontakt zwischen Musikern und Publikum gepflegt, bei Nachtkonzerten und Künstlergesprä- chen. Im Februar findet hier das Education-Projekt „Blowing in the wind“ statt. Vor und nach dem Konzert von Helena Winkel- man spielt eine Basler Schulklasse selbst entwickelte Musik auf eigens gebauten Hörnern, Trompeten und Didgeridoos. - Die laufende Saison bringt weitere Highlights: Am 26. März diri- giert Winfried Toll das Requiem von Johannes Brahms. Am 16. April setzt Giovanni Antonini seinen Beethoven-Zyklus mit dem Tripelkonzert und der Achten fort. Den Abschluss bildet eine konzertante Aufführung von Händels kaum je gespielter Oper „Poro, re dell’ Indie“ mit handverlesenen Barocksängern. (TV)
Basel Education: „Blowing in the wind“ Di 13.02., Mi 14.02. je 19 Uhr Ort: Martinskirche Brahms: Requiem, op. 45 Mo 26.03. – 19:30 Uhr Ort: Stadtkasino Basel Beethoven: Tripelkonzert, op. 56 und Sinfonie Nr. 8, op. 83 Mo 16.04. – 19:30 Uhr Ort: Stadtcasino Basel Händel: "Poro, re dell'Indie" (Oper in 3 Akten) Mo 04.06. – 19 Uhr Ort: Theater Basel
Weitere Informationen unter
www.kammerorchesterbasel.ch 21
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