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LITERATUR


© Gianni Occhipinti


Benjamin Lebert liest aus „Im Winter dein Herz“


Wenn der erste Schnee fällt, ziehen sich die Menschen zurück in ihre Häuser und halten Winterschlaf wie die Tiere. Robert, Annina und Kudowski, drei in dem kleinen Ort Waldesruh Gestrandete, bleiben wach und machen sich auf den Weg. In einem schwar- zen Suzuki Samurai fahren sie durch ein weißes, vom Winter erfasstes Land. Es ist das Land, das man kennt, und doch ist es anders. Das Schweigen der Häuser, die verschlossenen Fenster- läden erzählen von tiefen Träumen, und kaum ein Mensch zeigt sich auf den Straßen. Die drei Reisenden kennen sich nicht gut. Der Zufall hat sie zusammengeführt – jeder mit seiner Geschichte und seinen Geheimnissen –, und ihre Fahrt durch den Schnee in Richtung Süden wird zu einer Reise dorthin, wo nicht nur der Winter zu Ende geht. Benjamin Lebert hat einen poetischen Roman über Freundschaft und die Wege, der Kälte zu trotzen, geschrieben.


»Ein literarisches Talent, dessen Weg wir gespannt verfolgen.« Der Tagesspiegel


Benjamin Lebert lebt in Hamburg. Er hat mit zwölf Jahren ange- fangen zu schreiben. 1999 erschien sein erster Roman Crazy, der in 33 Sprachen übersetzt und von Hans-Christian Schmid fürs Kino verfilmt wurde. Sein zweiter Roman, Der Vogel ist ein Rabe, erschien 2003, danach 2005 Kannst du und zuletzt Flug der Peli- kane 2009.


(TV)


© Peter-Andreas Hassiepen


Wilfried F. Schoeller liest aus „Alfred Döblin“


Wilfried F. Schoeller legt die erste umfassende Biographie über Alfred Döblin vor, den großen ?Unbekannten? der Literaturge- schichte Deutschlands, der sich nie aus Thomas Manns Schatten befreien konnte. Das Werk zeigt einen Menschen, der als Arzt und Künstler, als Jude und Katholik, als Patriot und Sozialist in die Tragödien des 20. Jahrhunderts hineingezogen wurde.


Sein Roman über Franz Biberkopfs Leben am Berliner Alexand- erplatz machte Alfred Döblin (1878–1957) berühmt – trotzdem blieb er der große Unbekannte der deutschen Literatur: ein Pa- triarch der Moderne, Berliner Homer, Kleinbürger und Kultur- offizier, Kassenarzt und Mystiker, Emigrant und einziger Rivale Thomas Manns, Opfer und Zeuge der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert. Nun legt Wilfried F. Schoeller endlich die erste umfassende Biographie vor, die auf langer Vertrautheit mit dem Werk beruht und neues, unbekanntes Material aus den Archiven präsentiert. Döblin versteckte seine Seelendramen und Passionen in seinem Werk, selten wollte er von sich selbst sprechen. Mit seinen Romanen versuchte er, dem Chaos der Welt eine Ordnung der Kunst entgegenzusetzen, die sich freilich wild, rauh und direkt gibt. Schoeller führt die vielen, oft widersprüchlichen Facetten dieses Lebens vor. Und er macht deutlich, was es in Döblins gigantischem erzählerischen Kosmos noch zu entdecken gibt.


Wilfried F. Schoeller, 1941 geboren, war Leiter der Abteilung »Ak- tuelle Kultur« beim Hessischen Rundfunk/Fernsehen. Als Profes- sor für Literatur des 20. Jahrhunderts lehrte er Literaturkritik und Medien an der Universität Bremen. Bei Hanser erschien »Deutsch- land vor Ort. Geschichten, Mythen, Erinnerungen« (2005). (TV)


Litera-Tour: Mi 21.03. – 20 Uhr Ort: Winterer-Foyer, Theater Freiburg Weitere Informationen unter www.theater.freiburg.de


Litera-Tour - Mi 08.02. - 20 Uhr Ort: Winterer-Foyer, Theater Freiburg Weitere Informationen unter www.theater.freiburg.de


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