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Dietmar Kohn, Kirsten Trustaedt-Kümmel © Theater im Marienbad Zwischenfälle Szenenmontage mit Texten von Daniil Charms


Liegt es an der sogenannten Krise, dass Milliardäre in Amerika herumlaufen wie Bettler? Ist es möglich, dass man übergroße Neugierde mit dem Leben bezahlen muss? Weshalb kriegen manche Frauen jeden Mann, obwohl sie so schön nun auch wieder nicht sind? Ist es besser über manche Menschen erst gar nicht zu sprechen, weil sie so unbedeutend sind? Warum können kluge Menschen dennoch keinen kühlen Kopf bewah- ren? Wie ist die Weigerung des Wundertäters zu verstehen, keine Wunder vollbringen zu wollen? Warum steht der unan- gemeldete Besuch immer dann vor der Tür, wenn man ihn gar nicht brauchen kann? Und wie bitte, wird man den Hammer los, der einen schon seit Tagen in der Kehle stört? Daniil Charms, so eines der etwa 30 Pseudonyme Daniil Iva- novic Juvacevs, wurde 1905 in Petersburg geboren und starb 1942 kurz nach Beginn der deutschen Blockade Leningrads, unter ungeklärten Umständen im Gefängnis. Ihn, den Meister des Absurden, interessierte nur der „Quatsch“, „das Leben nur in seiner unsinnigen Erscheinung“.


Erfahrungen, wie Bürgerkrieg, Hunger, Brutalisierung des All- tags, Schrecken des politischen Lebens und nicht zuletzt das Hausen in Zwangsgemeinschaften, den sogenannten Kommu- nalkas“, verarbeitet er in seinen Texten, und dennoch bereiten diese uns großes Vergnügen. Es ist der kindliche Blick Daniil Charms` auf uns scheinbar Vertrautes, der dies möglich macht. In der Inszenierung von Stephan Weiland treffen fünf Darsteller in über 60 Rollen aufeinander. Die Choreographien von Gary Joplin und die Musik Amir Teymuris ermöglichen im Bühnen- bild von Bernhard Ott ein unvermutetes Aufeinandertreffen von Text, Tanz und Musik. “


(TV)


14. – 25. März 2012 Ort: Theater im Marienbad Freiburg


Weitere Informationen unter www.marienbad.org 11


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