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The Making of Worlds ! Er erinnerte sich an ih- ren eigenen Auftritt in Venedig in diesem Jahr 2009, sie selbst hatten auf dieser Biennale für die Vereinigten Arabischen Emirate das „Ope- ning“ installiert, Pressestatements der Kura- toren mit inszenierter Störung durch fingier- tes „Publikum“, eine Auftragsarbeit für Tirdad Zolghadr. Es war ziemlich gut angekommen, in vierzehn Tagen Venedig fing man an, sich da- heim zu fühlen, dachte er jetzt, und abends, wenn sie zurück waren von den Partys im Palaz- zo Guggenheim oder auf dem großen Platz beim Fischmarkt am Rialto, wo die ganze Kultursze- ne der Emiratis versammelt war, um dabei zu sein, mit arabischer Popmusik und Champagner. Und dann war er allein gewesen mit der Nacht in Venedig, und sie wollte sich nicht abkühlen und wurde lang und füllte sich auf mit Lee- re und Streifen von fahlem Licht und Schwüle. Aber am Morgen danach war dieses Spiegellicht wieder da, und als sein Wassertaxi hielt am Kanal an den Arsenale, war er sofort wieder mittendrin, die weissen Plätze voller Figuren, in Gruppen arrangiert oder einzeln, wie kostü- miert zu einem Fest, „exklusive Inklusion“ hat- te er gedacht, das Sich-der-Beobachtung-Aus-


setzen dieser übersteigerten Iche, Eitelkeit und Schönheit, und dann gab es tatsächlich Neuheit, to hell with Venice, dachte er, diese gottverdammte absolute Gegenwart als Form, die extreme Unwahrscheinlichkeit des Neuen, und bei der internationalen Presse und beim Pub- likum Erwartung – und er war vorbei gegangen an den Warteschlangen vor den Ticketcontainern und hatte das Gelände betreten, das jetzt eine Wunderkammer der Innovationen und Formen und Reklamen von Ländern und Künstlern war:


Miller riss ihn aus seinen Erinnerungen, wie man sagt. Miller hatte lange geradeaus ge- starrt und ab und zu einen Schluck Wein genom- men, er hatte keinen Blick für die Landschaft, die an ihnen vorüberfuhr, er war ganz in sei- ner Geschichte. Er drehte das Radio leiser. Millers Stimme war klar und sicher und ein wenig lehrerhaft.


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