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ÖSTERREICH JOURNAL


NR. 101 / 04. 11. 2011 Wissenschaft & Technik


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v.l.: Richard Hagelauer, Rektor der der Johannes Kepler Universität Linz, Sabine Schindler, Leiterin der Forschungsplattform Scientific Computing an der Universität Innsbruck, Karlheinz Töchterle, Bundesminister für Wissenschaft und Forschung, Tilmann Märk, geschäftsführender Rektor der Universität Innsbruck, Gabriele Kotsis, Vizerektorin für Forschung der Johannes Kepler Universität Linz, und Friedrich Valach, Leiter des Informationsmanagements an der Johannes Kepler Universität Linz


grammieren und überdies universeller ein- setzbar sind. „Besonders gut geeignet sind sie für das sogenannte Capability Compu- ting, bei dem viele Prozessoren eines Rech- ners konzertiert genutzt werden“, erklärt Friedrich Valach, Leiter des Informations- managements an der JKU.


21,3 Billionen Rechen- operationen pro Sekunde


Der neue Supercomputer geizt nicht mit Superlativen: Er besitzt 2048 Prozessoren vom Typ Westmere EX mit 2,66 Gigahertz Taktfrequenz und verfügt über 16 Terabyte Hauptspeicher, das entspricht ca. der 4000- fachen Kapazität eines PCs oder der In- formation von ungefähr acht Milliarden voll-


geschriebenen DIN A4-Seiten – aufein- andergelegt würden diese einen 800 Kilo- meter hohen Papierstapel ergeben. Darüber hinaus bietet MACH eine Rechenge- schwindigkeit von 21,3 Teraflops. Das ent- spricht 21,3 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde. Ein anderer Vergleich: MACH bringt dieselbe Leistung wie zwei Billionen Taschenrechner.


Immer komplexere Computer-Experimente


Viele Experimente, die früher ausschließ- lich real durchgeführt wurden, werden heute fast nur mehr auf dem Computer simuliert. Das wohl bekannteste Beispiel hierfür sind Crashtests von Autos. Die Simulation ist ko-


stengünstiger, kann öfter durchgeführt wer- den und erlaubt auch genauere Rückschlüs- se, in welchen Bereichen etwa die Karos- serie eines Autos verstärkt werden muß, um bei einem Zusammenstoß den optimalen Schutz zu bieten. Zwar werden auf diesem Computer keine Crashtests simuliert, das Beispiel veranschaulicht aber den Komple- xitätsgrad. Da die den Experimenten zugrun- de liegenden mathematischen Modelle im- mer komplexer werden, wird auch die erfor- derliche Rechenleistung immer größer, „und der Rechenbedarf wird weiter exponentiell wachsen“, prophezeit Valach.


Supercomputer als wesentlicher Faktor für erfolgreiche Forschung


Wissenschafts- und Forschungsminister


Dieser Blick auf mannshohe Schränke stellt nur einen Teil des Supercomputers MACH dar – und lassen die Herzen der Computerfans höher schlagen.


Karlheinz Töchterle betont, daß mit MACH am Standort Linz nun nach der Inbetriebnah- me des Vienna Scientific Cluster 2 in Wien der zweite Schritt zur Leistungs- und Ka- pazitätssteigerung wissenschaftlichen Hoch- leistungsrechnens für Österreichs Universi- täten erfolge. Die Ausstattung mit Super- computern ist heute wesentlicher Faktor er- folgreichen Forschens und somit „Motor für ein international wettbewerbsfähiges wis- senschaftliches Arbeiten in Österreich“. Mit dem neuen Supercomputer MACH entsteht durch das Zusammenwirken der Jo- hannes Kepler Universität Linz und der Universität Innsbruck zukunftsweisende Forschungsinfrastruktur. „Das Projekt ist da- mit ebenso wie der VSC-2 ein gelebtes Bei- spiel für die Philosophie des Hochschul- plans, der Universitäten zur Kooperation an- regt und bei der Umsetzung zugleich großen individuellen Gestaltungsraum zuläßt“, so Töchterle.


http://www.jku.at »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at


Foto: JKU


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