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ÖSTERREICH JOURNAL


NR. 101 / 04. 11. 2011 Wissenschaft & Technik


Supercomputer für die Forschung


Kosten: Zwei Millionen Euro – Kooperation der Universitäten Linz und Innsbruck


ünf riesige Schränke, vollgestopft mit Prozessoren – das ist der neue Super- computer MACH, der an der Johannes Kep- ler Universität (JKU) Linz und an der Uni- versität Innsbruck wissenschaftliches Rech- nen in neue Dimensionen führt. Die zwei Millionen Euro teure Großrechenanlage ist einzigartig in Österreich und gehört weltweit zu den größten sogenannten Single System Image Anlagen. MACH kann jederzeit erweitert werden und ab 2013 wird sich auch die Universität Salzburg beteiligen. Seit 1991 werden vom Informationsma- nagement der JKU Supercomputer für wis- senschaftliches Rechnen betrieben; an der Universität Innsbruck arbeiten die Plattform Scientific Computing sowie der zentrale Informatikdienst Hand in Hand im Bereich Hochleistungsrechnen. Alle drei bis vier Jahre, wenn die Leistungsfähigkeit auf Grund der gestiegenen Anforderungen und der Entwicklungen im Bereich der Hardware an ihre Grenzen kommt, wird ein neuer Rech- ner installiert. „Wir haben jetzt die Chance genützt, ge- meinsam mit der Universität Innsbruck einen neuen Supercomputer anzuschaffen, der auch Leistungen erbringt, die zum Teil für die Teilnahme an EU-Projekten bereits vorausgesetzt werden“, sagt JKU-Rektor Richard Hagelauer, „die JKU kann ihren Wissenschafterinnen und Wissenschaftern nun modernste Rechner-Ressourcen bieten“. Ein großer Vorteil dieser Kooperation liegt vor allem im Wissens- und Erfahrungs- austausch zwischen den Supercomputing- Experten beider Universitäten. Grundsätz- lich bekommt jede Forscherin und jeder Forscher der beteiligten Einrichtungen Zu- gang zum Computer.


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„Dieser Supercomputer wird unsere For- scherinnen und Forscher einen bedeutenden Schritt weiterbringen und so die Universität Innsbruck auch im internationalen Wettbe- werb stärken“, betont Tilmann Märk, ge- schäftsführender Rektor der Universität Innsbruck.


Sabine Schindler, Leiterin der Forschungs-


plattform Scientific Computing an der Uni- versität Innsbruck, ergänzt: „Wir haben in


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v.l.: Karlheinz Töchterle, BM für Wissenschaft und Forschung, Tilmann Märk, ge- schäftsführender Rektor der Universität Innsbruck, und Richard Hagelauer, Rektor der Johannes Kepler Universität Linz


den vergangenen Jahren zahlreiche Schritte zur Stärkung des wissenschaftlichen Rech- nens an der Universität gesetzt. Diese Zu- sammenarbeit mit anderen Hochschulen unterstützt diese Bemühungen wesentlich.“


Forschungsstruktur in Österreich


Das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF) finanzierte über Mittel des Konjunkturpakets II einen Teil des nach dem österreichischen Physiker und Philosophen Ernst Mach benannten Groß- rechners. Mit seiner einzigartigen Konfigu- ration in einem einzelnen Systemabbild bie- tet MACH österreichweit den Forschern der verschiedensten Fachbereiche wie Informa- tik, Mathematik, Mechatronik, Verfahrens- technik, Volkswirtschaftslehre, Meteorolo- gie, Bauingenieurswissenschaften, Biologie, Pharmazie, Physik oder Chemie die Mög- lichkeit, Spitzenforschung zu betreiben. In einem ersten Testlauf konnte Professor An- dreas Läuchli (Innsbruck) bereits bahnbre- chende Ergebnisse erzielen.


Das Austrian Centre for Scientific Computing


MACH ist Teil der Infrastrukturinitiative des Austrian Centre for Scientific Com-


puting (ACSC). Das ACSC ist ein Verbund von Universitäten, Fachhochschulen und anderen Forschungsinstituten, der an einer österreichweiten Gesamtstrategie für einen koordinierten Ausbau der Infrastruktur und der wissenschaftlichen Vernetzung im Be- reich Hochleistungsrechnen arbeitet. Der 3. vom ACSC organisierte, interdisziplinäre Workshop fand im Anschluß an die MACH- Einweihung statt. Das Besondere bei diesen Workshops ist, daß die Forscherinnen und Forscher Erfahrungen und Ergebnisse über Fachrichtungsgrenzen hinweg austauschen. Im Oktober 2010 gegründet, verfügt das ACSC heute bereits über neun Mitglieder und steht mit zwei weiteren Einrichtungen in Beitrittsverhandlungen. Die Realisierung von MACH ist das erste Infrastrukturgroß- projekt des ACSC.


Shared Memory-Architektur


Der Supercomputer an der JKU basiert auf dem Hardware-Prinzip des „shared memory“, bei dem sich viele Prozessoren einen gemeinsamen Hauptspeicher (Adreß- raum) teilen. Rechner mit dieser Architektur haben unter anderem den Vorteil, daß sie im Vergleich zu nachrichtengekoppelten Multi- prozessoren (z.B. Cluster) leichter zu pro-


»Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at


Foto: JKU


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