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ÖSTERREICH JOURNAL


NR. 101 / 04. 11. 2011 Wirtschaft Gegen die Krise


Wirtschaftsminister lanciert neue Krisenpräventionsmaßnahmen – Investitionen und Innovationen forcieren, Qualifizierung junger Fachkräfte mit Coaching- Programm und Bonus für Meisterprüfungen unterstützen, Standort aufwerten


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Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (l.) und Sozialminister Rudolf Hundstorfer präsentieren Maßnahmen zur Krisenprävention W


irtschaftsminister Reinhold Mitterleh- ner (ÖVP) hat am 27. Oktober gemein-


sam mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) mehrere Maßnahmen zur Krisenprä- vention vorgestellt sowie zu den aktuellen Beschlüssen des EU-Gipfels Stellung bezo- gen: „Aus Sicht der Realwirtschaft ist der Schuldenerlaß für Griechenland und die Aus- weitung des Rettungsschirms zu begrüßen. Positiv ist auch die Festlegung, daß sich die Kreditvergabe trotz der höheren Eigenkapi- talkriterien für die Banken nicht verschlech- tern darf“, so Mitterlehner.


Gleichzeitig kündigte Mitterlehner ein genaues Monitoring der Entwicklung an. „Wir werden anhand der Zahlen der Natio- nalbank prüfen, wie sich die Kreditvergabe entwickelt, um – wenn notwendig – gegen- steuern zu können“, so Mitterlehner. Mög- lich wäre, daß bei einer eventuellen Kredit- klemme der KMU-Haftungsrahmen, auf den über die Förderbank aws zugegriffen werden kann, aufgestockt wird. Unabhängig davon steht 2012 ein erhöhtes Kreditvolumen von 525 Millionen Euro für zinsgünstige ERP- Kredite bereit, womit Investitionen von rund einer Milliarde Euro ausgelöst werden. Deut- lich erhöht wird zudem die Versorgung mit Risikokapital, das vor allem junge innovati- ve Unternehmen unterstützen soll.


»Forschungsplatz Österreich III«


Zusätzlich will Mitterlehner über die In- ternationalisierungsoffensive vor allem die Exportaktivitäten verstärken. „Wir forcieren die Diversifizierung in Richtung neuer Märkte und neuer Produkte“, so Mitterleh- ner. In diesem Sinne werden auch die In- vestitionen in Forschung und Entwicklung ausgeweitet. 2012 erwartet die Forschungs- förderungsgesellschaft FFG ein All-Time- High bei den Förderungen von rund 418 Millionen Euro. Unterstützend dafür wirken auch die Forschungsausgaben des Wirt- schaftsministeriums, die 2012 um vier Pro- zent auf 100,8 Millionen Euro aufgestockt werden. Mitterlehners Ziel ist es, die Zahl der innovativen Unternehmen bis 2020 um 25 Prozent zu erhöhen. Daher wurden unter anderem die Mittel für die Innovations- schecks aufgestockt.


Darüber hinaus will Mitterlehner Öster-


reich im Ausland noch stärker als attraktiven Standort für innovative Unternehmen und Forscher positionieren, um vor allem F&E- treibende Unternehmen ins Land zu holen. Daher hat das Wirtschaftsministerium im Ok- tober über die ABA-Invest in Austria die mit 1,8 Millionen Euro dotierte Kampagne „Forschungsplatz Österreich III“ lanciert. Ziel ist es, von 2012 bis 2014 rund 25


zusätzliche F&E-relevante Ansiedlungspro- jekte nach Österreich zu holen


Hundstorfer: Weitere Maßnahmen für den Arbeitsmarkt gesetzt


Nach den im internationalen Vergleich hervorragenden Krisenbewältigungsmaß- nahmen und den damit verbundenen guten Arbeitsmarktdaten, setzt Sozialminister Ru- dolf Hundstorfer nun weitere Schritte für Jugendbeschäftigung und Frauenförderung. „Die Wirtschaft braucht Arbeitskräfte. Ohne gut qualifizierte und gut motivierte Arbeits- kräfte wird vieles nicht möglich sein, was wir uns vorgenommen haben“, sagte Hunds- torfer bei der Pressekonferenz. Um mehr qualifizierte Arbeitskräfte zu bekommen, wird eine Jugendstiftung eingerichtet, Lehr- lings- und Jugendcoachings ausgeweitet und noch diesen Herbst ein Paket zur Frauenför- derung umgesetzt.


Bei den Maßnahmen für Jugendbeschäf- tigung setzt Hundstorfer weiter auf das Motto: „Mache deinen Abschluß, laß es nicht bleiben.“ Daher sollen zusätzlich junge Erwachsene über das Arbeitsmarktservice animiert werden, ihre Abschlüsse zu machen bzw. nachzuholen. Mit der „Jugendstiftung NEU“, für die drei Millionen Euro zur Ver- fügung stehen, werden 1500 niedrigqualifi-


»Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at


Foto: BMWFJ/HBF/Aigner


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