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ÖSTERREICH JOURNAL


NR. 101 / 04. 11. 2011 »Burgenland Journal« 170 Jahre Wochenmarkt Die Stadtgemeinde Oberwart kann heuer ein besonderes Jubiläum begehen. D


er traditionelle Wochenmarkt feiert den 170. Geburtstag! Die Erhebung Ober- warts zur Marktgemeinde erfolgte am 26. August 1841. Der erste Markt wurde an einem Mittwoch im Dezember 1841 abge- halten und durch die Verlesung des könig- lichen Freibriefes unter dem Dröhnen von Böllern und dem Geläut aller Glocken der drei Kirchen eröffnet. Im Jahr 1938 wurde der Wochenmarkt


abgeschafft. Nach 1945 war eine Wiederein- führung aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich. Erst im Jahr 1950 wurden wieder Wochenmärkte abgehalten. Allerdings langte schon nach einigen Wochen eine Beschwer- de der Bundesstraßenverwaltung wegen star- ker Behinderung des öffentlichen Verkehrs ein. Zur Beseitigung dieses Problems wurde daraufhin eine provisorische Marktverord- nung beschlossen, welche im Jahr 1951 durch eine entgültige, von der Landesregierung ge- nehmigte und noch heute in Kraft befindli- che Marktordnung ersetzt wurde Der Wochenmarkt erfreut sich auch im


Jahr 2011 noch immer großer Beliebtheit. Der Einzugsbereich liegt weit über den Be- zirksgrenzen. Geprägt wird das Bild des Wo- chenmarktes von den Verkaufsständen der Marktfahrer, von denen jede Woche rund 80 nach Oberwart kommen. Für sie ist der Wo- chenmarkt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, das bestätigen die Vertreter des Markthan- dels Walter Rathmanner (Burgenland), Gerhard Lackstätter (Niederösterreich) und Anna Schwind (Wien): „In Oberwart ist das Einzugsgebiet groß, der Vorteil ist, daß viele Leute in der Stadt unterwegs sind und auch am Markt vorbeischauen. Wir als Interes- sensvertreter der Marktfahrer schauen natür- lich auch darauf, daß der Branchenmix und die Qualität am Markt passen. Auch auf die Händler kommen Veränderungen zu. Man muß heutzutage mit der Zeit gehen, um den Kunden anzusprechen.“ Am Oberwarter Wo- chenmarkt werde sehr gute Qualität angebo- ten. Ein Unternehmen, das im Markthandel weiterbestehen möchte, dürfe sich nichts anderes erlauben.


Das Besondere am Oberwarter Wochen- markt ist die Kundenbindung. „Der burgen- ländische Kunde ist ein treuer Kunde. Wenn die Eltern schon bei uns eingekauft haben, dann kommen auch die Kinder und kaufen


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Vertreter der Marktfahrer bedanken sich für die gute Zusammenarbeit. Gerhard Lackstätter, Kurt Putz, Anna Schwind, Walter Rathmanner, Walter Kurz, Ernst Dillhof, Bürgermeister Gerhard Pongracz und OAR Werner Gilschwert (v.l.).


Das Besondere am Oberwarter Wochenmarkt ist die Kundenbindung.


bei uns. Außerdem suchen die Kunden das Gespräch – das ist eine Besonderheit am Markt – man bespricht viel und wir wissen sehr viel von unserer Kundschaft. Der Ober- warter Wochenmarkt ist also eine Art Kom- munikationszentrum“, sagen die Marktfahrer. Die Zukunft der Marktfahrer gestaltet sich aber schwierig. Es fehlt an Nachwuchs. „Das ist ein hartes Geschäft, es steckt viel Arbeit dahinter und man ist in vielen Fällen den ganzen Tag unterwegs. Die meisten wol- len sich das nicht mehr antun“, erklären Rathmanner, Lackstätter und Schwind uni- sono das Problem.


Die Stadtgemeinde Oberwart hat zum 170jährigen Jubiläum des Wochenmarktes am 19. Oktober keine Standgebühren von den Marktfahrern eingehoben. Bürgermei- ster Gerhard Pongracz hält die Tradition des Wochenmarktes hoch und bedankt sich bei den Marktfieranten für die Treue und gute Zusammenarbeit. „Der Wochenmarkt ist aus Oberwart nicht wegzudenken und wir freuen uns, daß so viele Händler uns Woche für Woche die Treue halten. Wir werden den Wochenmarkt auch weiterhin als eine wich- tige Institution unserer Stadt bewerben.“  http://www.oberwart.at


»Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at


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