This page contains a Flash digital edition of a book.
ÖSTERREICH JOURNAL


NR. 101 / 04. 11. 2011 »Burgenland Journal«


Leistungsstärker zu höherem Wirkungsgrad


Windenergieanlagen E 126 symbolisieren Vorreiterrolle des Burgenlandes im Bereich der Erneuerbaren Energie.


D


ie Errichtung der beiden weltweit lei- stungsstärksten Windenergieanlagen im


burgenländischen Potzneusiedl schreitet zü- gig voran. Im Mai 2011 war Spatenstich, nun stehen die Türme der Enercon-Anlagen des Typs E 126 bereits. Jetzt ist bei der ersten Anlage auch die Gondel angekommen und wird in den nächsten Tagen den Weg nach oben antreten. Im Dezember dieses Jahres soll sich bereits das erste der beiden Wind- räder drehen.


Zum Ökoland geworden


„Die erste Wind-Ausbaustufe zwischen 2003 und 2005 hat das Burgenland zu einem Ökoland gemacht. Das Burgenland hat damit signalisiert, welches Potential die Windkraft bietet, wenn die Rahmenbedingungen stim- men und sich zu einer Musterregion im Be- reich der Erneuerbaren Energien entwickelt. Der Ausbau der Windkraft hat dabei oberste Priorität. Keine andere Region in Europa er- zeugt 60 Prozent der benötigten Energie aus Erneuerbaren Energiequellen – im Burgen- land tun wir das bereits jetzt. Durch unsere weitere Ausbau-Offensive werden wir bis 2013 stromautark sein. Mit der Errichtung der beiden Anlagen vom Typ Enercon E 126 und weiteren 200 Megawatt Windkraftleistung werden wir aber auch unsere Vorreiterrolle in diesem Bereich weiter ausbauen“, so Lan- deshauptmann Hans Niessl bei einem Lokal- augenschein in Potzneusiedl.


Beeindruckende Leistung


Die Eckdaten des gesamten Windrades beeindrucken: Alleine das Fundament der Anlage hat einen Durchmesser von 29 Me- tern, das Betonvolumen beträgt 1400 m³, der Bewehrungsstahl wiegt 120 Tonnen. Über 4000 Haushalte kann eine dieser Hoch- leistungsanlagen mit Ökostrom versorgen. Auch die Gondel der Super-Windräder weist imposante Ausmaße auf: Sie ist rund 14 Me- ter hoch, 22 Meter lang und wiegt samt Rotorblättern 650 Tonnen. In Kürze wird sich das technische Wunderwerk in über 100 Metern Höhe befinden – die Nabenhöhe der E 126 liegt bei 135 Metern.


48


v.l.: Reinhard Schweifer, BEWAG Vorstandsdirektor, Landeshauptmann Hans Niessl und Michael Gerbavsits, BEWAG Vorstandssprecher


Windtechnologie von morgen


Derzeit liegt die Gondel neben dem Turm der Enercon 126 am Boden und bietet so einen beeindruckenden Anblick. Dazu BE- WAG Vorstandssprecher Michael Gerbavsits: „Mit diesen Windrädern erleben wir heute schon die Windtechnologie von morgen. So beweisen wir, daß wir als größter Wind- stromproduzent Österreichs auch technolo- gischer Vorreiter sind und auf die modernste Technik setzen. Diese Anlagen sind Symbol dafür. Sie verkörpern höchste Energieeffi- zienz, indem sie möglichst wenig Grund und Boden benötigen.“ Eine dieser Anlagen soll gemeinsam mit Enercon als Forschungssta- tion betrieben werden, um die Weiterent- wicklung der Stromproduktion mit Wind- energie voranzutreiben. Die Ergebnisse kön- nen dann sofort von Austrian Wind Power verwendet werden, um damit die Leistungs- fähigkeit von Windenergieanlagen noch wei- ter zu steigern.


Sinnvollste Alternativenergie „Nachdem die erste der beiden Wind-


energieanlagen noch dieses Jahr in Betrieb geht, ist auch ersichtlich, daß Windenergie


derzeit die sinnvollste Alternativenergie ist – Windenergieanlagen können sehr rasch er- richtet werden und haben einen hohen Wir- kungsgrad. Mit diesen beiden Anlagen könn- te die Landeshauptstadt Eisenstadt mit Strom versorgt werden“, betonte BEWAG Vor- standsdirektor Reinhard Schweifer. Stefan Moidl, Geschäftsführer des Dach- verbandes IG Wind, freut sich: „Das Burgen- land ist das Vorzeigebundesland im Wind- energieausbau in Österreich. Mit dem Bau der leistungsstärksten Windkraftanlagen der Welt spielt es nun auch eine entscheidende Rolle in der Weiterentwicklung der Wind- krafttechnik auf internationaler Ebene. Die Forschungskooperation zwischen Enercon und AWP unterstreicht dies in beeindrucken- der Weise.“


Positiv sei auch, daß der Windkraftaus- bau im Burgenland durch viele heimische Firmen bewerkstelligt wird. So werden die Kranfahrzeuge für die Errichtung der bur- genländischen Anlagen fast zu Gänze von der Firma Prangl durchgeführt. Josef Prangl. „Es freut uns sehr, daß wir am ambitionier- ten Ausbau der Windenergie im Burgenland maßgeblich mitwirken können!“


 »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at


Foto: Bgld. Landesmedienservice


Page 1  |  Page 2  |  Page 3  |  Page 4  |  Page 5  |  Page 6  |  Page 7  |  Page 8  |  Page 9  |  Page 10  |  Page 11  |  Page 12  |  Page 13  |  Page 14  |  Page 15  |  Page 16  |  Page 17  |  Page 18  |  Page 19  |  Page 20  |  Page 21  |  Page 22  |  Page 23  |  Page 24  |  Page 25  |  Page 26  |  Page 27  |  Page 28  |  Page 29  |  Page 30  |  Page 31  |  Page 32  |  Page 33  |  Page 34  |  Page 35  |  Page 36  |  Page 37  |  Page 38  |  Page 39  |  Page 40  |  Page 41  |  Page 42  |  Page 43  |  Page 44  |  Page 45  |  Page 46  |  Page 47  |  Page 48  |  Page 49  |  Page 50  |  Page 51  |  Page 52  |  Page 53  |  Page 54  |  Page 55  |  Page 56  |  Page 57  |  Page 58  |  Page 59  |  Page 60  |  Page 61  |  Page 62  |  Page 63  |  Page 64  |  Page 65  |  Page 66  |  Page 67  |  Page 68  |  Page 69  |  Page 70  |  Page 71  |  Page 72  |  Page 73  |  Page 74  |  Page 75  |  Page 76  |  Page 77  |  Page 78  |  Page 79  |  Page 80  |  Page 81  |  Page 82  |  Page 83  |  Page 84  |  Page 85  |  Page 86  |  Page 87  |  Page 88  |  Page 89  |  Page 90  |  Page 91  |  Page 92  |  Page 93  |  Page 94  |  Page 95  |  Page 96  |  Page 97  |  Page 98  |  Page 99  |  Page 100  |  Page 101  |  Page 102  |  Page 103  |  Page 104  |  Page 105  |  Page 106  |  Page 107  |  Page 108  |  Page 109  |  Page 110  |  Page 111  |  Page 112  |  Page 113  |  Page 114  |  Page 115  |  Page 116  |  Page 117  |  Page 118  |  Page 119  |  Page 120