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ÖSTERREICH JOURNAL


NR. 101 / 04. 11. 2011 Österreich, Europa und die Welt


40 Jahre SOS-Kinderdorf- Arbeit in Afrika


Drängender Spendenappell von SOS-Kinderdorf-Präsident Kutin für Ostafrika. Vize- kanzler und Außenminister Spindelegger kündigt Aufstockung der Hilfszahlungen an.


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as SOS-Kinderdorf ist in 47 Ländern Afrikas tätig, auch in der Dürre-/Hun- gerkatastrophenregion. „Wir versorgen in Somalia, Kenia und Äthiopien rund 40.000 Menschen – vorrangig Kinder und ihre Fa- milien – mit Nahrung und Wasser und leisten auch medizinische Hilfe. Die SOS-Klinik in Mogadischu stockte ihre Kapazität von 30 auf 60 Betten auf und stellte zusätzlich me- dizinisches Personal ein. Im Flüchtlings- camp Badbado und der Stadt Baidoa wurden mobile SOS-Krankenstationen errichtet, wo täglich bis zu 500 Menschen, überwiegend stark unterernährte Kinder, medizinisch ver- sorgt und ihr Überleben gesichert werden“, bilanzierte SOS-Kinderdorf-Präsident Helmut Kutin die aktuelle Lage und rief zu weiteren Spenden auf: „Die internationale Hilfe für Ostafrika läuft, aber es ist zu wenig. Es braucht mehr Mittel, um Leben zu retten und Überleben zu sichern, und es braucht neben der Soforthilfe vor allem langfristige Pro- gramme, damit die Menschen ihre Vieh- und Landwirtschaft wieder aufbauen und ihre Kinder wieder selbst ernähren können.“ „Die Berichte über die aktuelle Lage am


Horn von Afrika schildern ein dramatisches Bild. Österreich wird daher ein Zeichen der Solidarität mit der Krisenregion setzen“, kün- digte Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger eine zusätzliche Aufstockung der bisher geleisteten österreichischen Hilfs- zahlungen für die Krisenregion an. Neben der Kernaufgabe, Kindern in SOS- Kinderdorf-Familien ein Zuhause zu geben, wird die Prävention weiter ausgebaut. „Durch unsere Familienstärkungsprogramme (FSP) erreichen wir viele sehr arme Familien an den Standorten der SOS-Kinderdörfer und leisten in Kooperation mit lokalen Be- hörden, Sozialarbeitern und Ehrenamtlichen Hilfe zur Selbsthilfe, damit sie ihr Leben selbst bewältigen und für ihre Kinder sorgen können“, erläuterte Margaret Nkrumah, Vizepräsidentin von SOS-Kinderdorf Inter- national aus Ghana, den neuen Arbeits- schwerpunkt. Es ist dies auch ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Kommunen, Fa- milien in akuten Krisen künftig mit eigenen Ressourcen aufzufangen“, so Nkrumah.


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SOS-Kinderdorf International Vizepräsidentin Margaret Nkrumah, Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger und SOS-Kinderdorf-Präsident Helmut Kutin


ADA – die Österreichische Agentur für Entwicklungszusammenarbeit


Seit 2003 unterstützt die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit durch die Au- strian Development Agency (ADA), zahlrei- che Projekte von SOS-Kinderdorf für be- nachteiligte Kinder und ihre Familien in Af- rika und Osteuropa. Im Fokus steht die Familienstärkung. „Im Rahmen der Österrei- chischen Entwicklungszusammenarbeit ist SOS-Kinderdorf ein verläßlicher Partner, wie erfolgreiche gemeinsame Projekte in Äthiopien, Uganda und Simbabwe seit Jahren zeigen“, unterstrich auch Spindelegger. „2009 konnte ich mir bei einem Besuch in Keranyo/Äthiopien selbst ein Bild davon machen. Die hohe Professionalität von SOS- Kinderdorf beeindruckt und zeigt den inte- gralen und nachhaltigen Ansatz der Arbeit“, so der Außenminister. „Dabei verbindet uns das gemeinsame Ziel, mit Kindern auf Augenhöhe zu arbeiten, ihre Wünsche und Bedürfnisse zu erfüllen.“ Aktuell unterstützt die ADA mit dem ,Rahmenprogramm Süd‘ fünf SOS-Familienstärkungsprogramme in Afrika mit 250.000 Euro pro Jahr. Über 2500 Kinder und ihre Familien erhalten dadurch in Äthiopien (Bahir Dar und Hawassa),


Simbabwe (Bindura und Bulawayo) und Uganda (Kakiri) Unterstützung. Seit 2010 kofinanziert die ADA mit 73.000 Euro das Familien-zentrum in Mostar, wovon über 750 sozial benachteiligte Kinder und ihre Familien profitieren.


Spindelegger würdigt und dankt Helmut Kutin


Spindelegger würdigte auch das langjäh- rige Engagement von SOS-Kinderdorf-Prä- sident Helmut Kutin: „Mein ganz besonderer Dank gilt Helmut Kutin, der seit Jahrzehnten als Nachfolger von Hermann Gmeiner die Geschicke einer der größten privaten Kin- derhilfsorganisationen der Welt maßgeblich prägt. Seit Beginn seiner Präsidentschaft hat sich das weltweite Netzwerk der SOS- Kinderdörfer mehr als verdoppelt. Das ist eine unglaubliche Leistung, für die ich Ihnen im Namen Österreichs herzlich danken möch- te“, so Spindelegger abschließend. Wenn Sie für Ostafrika spenden wollen: Jeder Beitrag hilft! Schon 45 Euro sichern einer Familie ein Monat lang das Überleben. Spendenkonto: PSK 1.566.000 BLZ 60.000, Kennwort „Ostafrika“oder online auf: http://www.sos-kinderdorf.at


»Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at


Foto: BMeiA / Bernhard J. Holzner © HOPI-MEDIA


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