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ÖSTERREICH JOURNAL


NR. 101 / 04. 11. 2011 Nationalfeiertag 2011


erhalter. Man komme damit den Vorgaben des Regierungsprogramms nach. Das Ziel sei klar, so der Verteidigungsminister: „Es geht um die Anpassung des Österreichischen Bundesheeres an die Bedrohungen und Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.“ Darabos betonte, daß der Präsenzdienst derzeit „allerdings noch ein zentrales Ele- ment unseres gegenwärtigen Wehrsystems“ sei. Die am Nationalfeiertag angelobten Re- krutInnen würden Teil einer „Armee im Ein- satz“, so Darabos, „einer Armee, die in ganz Österreich, aber auch über unsere Grenzen hinaus in vielen Teilen der Welt präsent ist.“ Durch die geänderte sicherheitspolitische Lage befinde sich das Österreichische Bun- desheer in einer Phase des Umbruchs. „Das Jahr 2011 hat uns bereits deutlich gemacht, was uns in den kommenden Jahren erwarten wird“, verwies Darabos auf den Arabischen Frühling und den Krieg in Lybien. Man habe österreichische Staatsbürger aus Krisenre- gionen evakuiert, über mehrere Monate Teile der EU-Battle Group gestellt und Ende Juli eine Reserveeinheit in den Kosovo entsen- det. „Wir haben auch entschieden, die UNO- Friedensmission im Libanon mit etwa 160 Soldatinnen und Soldaten zu begleiten“, sagte Darabos. „Was wir benötigen, sind rasch einsetzba- re und flexible Soldaten, die das militärische Handwerkszeug zu 100 Prozent beherrschen. Und das Bundesheer beherrscht sein Hand- werkszeug“, sagte Darabos. Auch von inter- nationaler Seite würden die Leistungen des Bundesheeres gelobt.


Darabos wies in seiner Rede weiters auf die Bedeutung der österreichischen Neutra- lität hin. „Sie ist bis heute zentrales Element und ein Eckpfeiler der österreichischen Po- litik, zu der ich mich ausdrücklich bekenne“, sagte der Verteidigungsminister. In der vom Ministerrat beschlossenen Sicherheitsstrate- gie wurde die Neutralität wieder stärker ver- ankert, schloß Darabos.


Vizekanzler Michael Spindelegger


hatte zum „Tag der offenen Tür“ eingeladen und begrüßte die zahlreichen Besucher: „Es freut mich, daß so viele Österreicherinnen und Österreicher den heutigen Nationalfeier- tag nutzen, um uns am Tag der offenen Tür im Außenministerium zu besuchen. Unter dem Motto ,Weltweit für Sie da‘ haben wir einen Parcours zusammengestellt, der über die vielfältigen Tätigkeiten unseres Hauses informiert.“


Ein Programmschwerpunkt galt in die- sem Jahr der Wahl Österreichs in den UNO-


steht auch die Smartphone-Application des Außenministeriums gratis zum Download zur Verfügung. Neben Länderinformationen bietet die App wichtige Informationen zu Fragen wie beispielsweise was ist zu tun, wenn der Reisepaß oder andere wichtige Do- kumente verloren gehen? Wie reagiert man richtig im Fall eines Unfalls im Ausland? Damit paßt unser Service nun auch in jedes Reisegepäck und bietet wichtige Informatio- nen und Tipps für den Notfall im Ausland, wo und wann immer diese benötigt werden“, so Spindelegger. Weitere Programmpunkte waren u.a. die


Verteidigungsminister Norbert Darabos


Wanderausstellung „EU und Du“ und eine Präsentation der Zukunftsregionen Donau- und Schwarzmeerraum sowie der Österrei- chischen Auslandskultur. Spindelegger zeig- te sich sehr erfreut über den Besucheran- sturm. „Dies beweist das große Interesse der Menschen an der Arbeit des Außenministe- riums und den österreichischen Botschaften und Konsulate weltweit“, so der Außen- minister abschließend.


650.000 Besucher bei Heeresschau


Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger (r.) und Staatssekretär Wolfgang Waldner


Menschenrechtsrat. „Seit Mai setzen wir uns im Rahmen unserer Tätigkeit im UNO-Men- schenrechtsrat für den Schutz von Minder- heiten, für die Förderung der Kinderrechte und den Schutz von Journalisten ein. Der heutige Tag der offenen Tür bietet eine her- vorragende Gelegenheit, bisher Erreichtes und unsere Ziele für die kommenden Jahre den Österreicherinnen und Österreichern näherzubringen“, so der Außenminister. Einen Höhepunkt für viele BesucherInnen bildete eine virtuelle Entdeckungsreise in die österreichische Entwicklungszusammenar- beit. Auch die Präsentation der neuen Smart- phone-Application des Außenministeriums fand großen Anklang. „Das Service gegen- über den Österreicherinnen und Österrei- chern ist uns besonders wichtig. Seit August


Trotz des feucht-kühlen Wetters strömten insgesamt rund 650.000 BesucherInnen zur Informations- und Leistungsschau des Öster- reichischen Bundesheeres auf den Wiener Heldenplatz. Jung und Alt war auf den Beinen und konnten hautnah ein Bundesheer zum Anfassen erleben. An neun Themeninseln präsentierten die SoldatInnen den BesucherInnen die Aufga- ben des Bundesheeres im In- und Ausland. Per Videowand wurden die Gäste zusätzlich über das laufende Programm informiert. Den ganzen Tag herrschte reges Treiben bei den Geräten und Informationsständen – großes Interesse herrschte vor allem bei den Hub- schraubern, Panzern, Fahrzeugen und dem Eurofighter-Modell. Die jungen BesucherIn- nen erprobten die Seilrutsche, den Kletter- turm oder versuchten sich als Jockeys beim Haflingerreiten.


Der Kommandant der Streitkräfte, Ge- neralleutnant Günter Höfler, freute sich über die gelungene Veranstaltung: „Das Bundes- heer hat einen guten Querschnitt seiner Lei- stungsfähigkeit und des Engagements seiner Soldaten präsentiert. Der große Zuspruch hat gezeigt, daß unser Stellenwert in der Bevöl- kerung höher ist, als viele wahrhaben wol- len.“


Oberstleutnant Stefan Koutnik, Gesamt- leiter der „Schau Heer“-Veranstaltung, be- dankte sich beim treuen Publikum und gab um 17.15 Uhr dem Solotrompeter der Garde-


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Foto: BMeiA / Bernhard J. Holzner © HOPI-MEDIA


Foto: Bundesheer/Peter Lechner


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