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ÖSTERREICH JOURNAL


NR. 101 / 04. 11. 2011 Nationalfeiertag 2011


Soldatinnen und Soldaten in Erinnerung rufen, daß der österreichische Nationalfeier- tag uns daran erinnert, daß am 26. Oktober 1955 mit dem Beschluß des Verfassungsge- setzes über die österreichische Neutralität unsere Republik nach den schrecklichen Ereignissen des Zweiten Weltkrieges und der darauffolgenden Besatzungszeit ihre volle Souveränität wiedererlangt hat“, so Fischer. Der Nationalfeiertag sei daher ein Tag der Freude, der auch dem Frieden und der Sicherheit unseres Landes gewidmet sei. „Mit dem Österreichischen Bundesheer ver- fügt unsere Heimat über ein bewährtes In- strument, um unsere staatliche Souveränität und unsere Werte zu schützen und notfalls zu verteidigen. In unzähligen Einsätzen hat das Österreichische Bundesheer seit mehr als einem halben Jahrhundert dies mit hoher Leistungsbereitschaft und Leistungsfähig- keit unter Beweis gestellt. Ob beim Schutz unserer Grenzen oder im Zuge von Hilfs- maßnahmen nach Naturkatastrophen wie Lawinen, Hochwasser oder Sturmschäden: Unsere Bevölkerung kann sich auf ihr Bundesheer verlassen. Es bietet dort Schutz und Hilfe, wo andere nicht mehr helfen kön- nen. Der hohen Professionalität österreichi- scher Soldaten und Offiziere sowohl bei Einsätzen im In- als auch im Ausland ist es zu verdanken, daß in den letzten Jahren der gute Ruf des Österreichischen Bundesheeres bei seinen verschiedensten Einsätzen gefest- igt werden konnte.“ Dann ging das Staatsoberhaupt auf die Diskussionen rund um eine mögliche Ab- schaffung der AllgemeinenWehrpflicht ein: „Und wenn wir heute alle gemeinsam auf diese Leistungen unseres Bundesheeres stolz sind und im besonderen auch auf die tradi- tionelle Leistungsschau des Bundesheeres hier am Heldenplatz, dann sind wir stolz auf die Leistungen eines Österreichischen Bun- desheeres, das auf der verfassungsmäßig ver- ankerten Wehrpflicht aufbaut. Durch geziel- te Reformen und die entsprechenden finan- ziellen Rahmenbedingungen, könnten die Leistungen des Österreichischen Bundes- heeres sicher noch gesteigert werden. Dar- über sachlich zu diskutieren ist meines Er- achtens eine lohnende Aufgabe“, so Fischer. Es sei ihm jedenfalls ein Anliegen, den SoldatInnen für die Einsätze, die sie getreu dem Motto „Schutz und Hilfe“ für unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger geleistet hät- ten, Dank und Anerkennung auszusprechen. „Meine Damen und Herren Rekruten, die Sie heute am Nationalfeiertag ihr Gelöbnis als Soldaten der Republik Österreich able-


schen, Tiere und Gebäude wurden“, so Fay- mann. Im internationalen Einsatz leiste das Bundesheer einen wichtigen Beitrag in der Friedenssicherung und bei humanitären Ein- sätzen. Hier stehe man ganz in der österrei- chischen Tradition, das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen.


Bundespräsident Heinz Fischer Bundeskanzler Werner Faymann


gen werden: Sie tun dies in der Gewißheit, in einem Heer zu dienen, welches sich Werten wie Verantwortung, Schutz der Demokratie, Achtung der Menschenrechte sowie Frieden und Solidarität verschrieben hat. Ich wün- sche Ihnen für die Zeit Ihres Wehrdienstes alles Gute. Es lebe die Republik Österreich!“


Bundeskanzler Werner Faymann


„Österreichs Soldaten leisten einen wich- tigen Beitrag für die Sicherheit der Bevöl- kerung und in internationalen Friedensein- sätzen“, erklärte Bundeskanzler Werner Fay- mann in seiner Rede. „Viele Österreicherin- nen und Österreicher haben in den vergange- nen Jahren erlebt, daß tüchtige und fähige Soldatinnen und Soldaten immer dann zur Stelle waren, wenn Hochwasser, Lawinen und Naturereignisse zu einer Gefahr für Men-


Seit 1960 nahmen mehr als 90.000 öster- reichische Soldaten und zivile Helfer an über 50 internationalen friedensunterstützenden und humanitären Missionen teil. „Österrei- chische Soldatinnen und Soldaten sind an vielen Brennpunkten des Weltgeschehens vor Ort. Dort helfen sie mit, für Frieden und Verständigung zu sorgen“, so Faymann. Da- mit tragen sie wesentlich zum guten Ruf Österreichs und seines Bundesheers bei. „Da- für ist dem Österreichischen Bundesheer und seinen kompetenten Soldatinnen und Solda- ten in ganz besonderem Ausmaß zu danken“, sagte Faymann. Zu diesem guten Ruf trage wesentlich die aktive Neutralitätspolitik bei. „Auch die Grundlage der immerwährenden Neutralität ist ein Pfeiler unserer Gesell- schaft“, betonte der Bundeskanzler. Doch nicht nur die Friedenseinsätze tra- gen zur internationalen guten Reputation Österreichs bei. „Der soziale Zusammenhalt, der uns in Österreich von vielen Ländern un- terscheidet, ist ein Vorbild für Europa ge- worden“, so Faymann. Die österreichische Tradition, Gemeinsames vor Trennendes zu stellen, habe in Krisenzeiten international immense Beachtung gefunden. „Österreich ist ein Land, in dem Bildung und Ausbildung nicht von der Geburt oder der Herkunft ab- hängig ist“, schloß der Kanzler, „ein Land, in dem alle ihre Chancen wahrnehmen kön- nen!“


Verteidigungsminister Norbert Darabos


hat es sich zum Ziel gesetzt, das Österreichi- sche Bundesheer für die Herausforderungen der Zukunft fit zu machen, wie er in seiner Rede am Heldenplatz verdeutlichte. „Wir müssen uns bewußt werden, daß wir grund- legende Reformen brauchen“, so Darabos. Nur so könne die Qualität des Heeres auch in Zukunft abgesichert werden. Die von ihm initiierten Pilotprojekte sollen hierfür ab 2012 einen wertvollen Beitrag leisten. „Mit diesen Pilotprojekten sollen weitere Erfahrungswerte und für das Österreichische Bundesheer spezifische Erkenntnisse ge- wonnen werden – und zwar konkret“, sagte Darabos. Die Pilotprojekte umfassen einen Musterverband, der ausschließlich aus Zeit- und Berufssoldaten besteht, eine Stärkung der Miliz und die Reduktion der System-


»Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at


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Foto: BKA/HBF / Andy Wenzel


Foto: Bundesheer/Dragan Tatic


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