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ÖSTERREICH JOURNAL


NR. 101 / 04. 11. 2011 Kultur »Elisabeth« auf Deutschland-Tour


Den Auftakt zum 20jährigen Bühnenjubiläum des VBW-Erfolgsmusicals macht eine Tourneefassung, die von Köln aus ihre Reise durch zehn deutsche Städte antrat.


m Jahr 1992 feierte das Musical „Elisa- beth“ seine Weltpremiere bei den Ver- einigten Bühnen Wien. Seither eroberte es die Herzen von über acht Millionen Zu- schauern weltweit. Michael Kunze und Sylvester Levay haben mit ihrer dramati- schen und herzergreifenden musikalischen Darstellung des Lebens der Kaiserin Elisa- beth von Österreich einen Klassiker geschaf- fen, der sich zum erfolgreichsten deutsch- sprachigen Musical aller Zeiten entwickelt hat. Das 20jährige Bühnenjubiläum wird ent- sprechend zelebriert: Zu Beginn kommt die Tourneefassung in der Inszenierung des Wie- ner Originalteams – Regisseur Harry Kupfer mit den Bühnenbildern von Hans Schaver- noch – zurück auf die deutschen Theater- bühnen.


I


Das Schicksal der schönen Kaiserin Eli- sabeth von Österreich hat ganze Generatio- nen berührt und fasziniert zugleich. Un- vergessen und Kult sind die Verfilmungen des Stoffes aus den 50er Jahren mit der unvergleichlichen Romy Schneider als „Sisi“ und Karl-Heinz Böhm als Kaiser Franz Joseph. Auch einer der bekanntesten Komi- ker Deutschlands Michael „Bully“ Herbig hat sich des Stoffes in seinem erfolgreichen Zeichentrickfilm „Lissi“ angenommen. Michael Kunze und Sylvester Levay ha- ben sich der faszinierenden Persönlichkeit der „Sisi“ – wie die Wiener ihre geliebte Kaiserin zu nennen pflegen – und ihrem be- merkenswerten Leben von einer ganz ande- ren Seite genähert. Weg vom Kitsch zeich- nen sie das Leben der Kaiserin der Herzen als einen Lebensweg, der von Höhen und Tiefen, Glück und Zweifeln, Engagement und Rückzug erzählt.


Elisabeth zeigt sich als eine Frau, die ihren Freiheitswillen lebt – gegen den Druck des höfischen Verhaltenskodex, der sich in ihrem gespaltenen Verhältnis zu Franz Jo- sephs Mutter, der Erzherzogin Sophie, mani- festiert. Damit sind ihre Bestrebungen nach eigenem Leben, eigenem Glück und eigener Persönlichkeit schon fast emanzipatorisch zu nennen. Michael Kunze hat seiner Elisabeth eine männliche Hauptfigur an die Seite gestellt, die androgyn und schattenhaft ihr tiefstes Sehnen personifiziert: der Tod – die Rolle, die Musicalstar Uwe Kröger in der


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Annemieke van Dam (Elisabeth) und Mathias Edenborn (Kaiser Franz Josef)


Wiener Uraufführung zu einem der bekann- testen Musicaldarsteller des deutschsprachi- gen Raumes machte.


Die Geschichte der Kaiserin Elisabeth - von ihrer Kindheit als Tochter des unortho- doxen Herzog Max in Bayern über die Traumhochzeit mit Kaiser Franz Joseph von Österreich, die Versuche der Domestizierung durch ihre Schwiegermutter Erzherzogin Sophie, ihr Engagement für Ungarn bis hin zu ihrer Flucht vor den Zwängen des Hofes auf ihren Reisen quer durch Europa – zeigen


der renommierte Opern-Regisseur Harry Kupfer und Bühnenbildner Hans Schaver- noch in eindringlichen, stimmungsvollen Bildern. Die „Frankfurter Allgemeine Sonn- tagszeitung“ befand: „Ein opulenter Abend: optisch, gesanglich, erzählerisch“ und „Eine üppige Inszenierung mit ausgeklügelter Lichtregie, prächtigen Gewändern, schwer- gewichtigen Requisiten und einer opernhaft schwenkbaren Brücke…“


Die Musik von Sylvester Levay zum herb-lyrischen Libretto von Michael Kunze


»Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at


Foto: Semmel Concerts / Herbert Schulze


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