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sag’ ich: „Nee, das glaub’ ich nicht!“, weil jeder hat das. Das ist irgendwo verborgen, vergra- ben, verdrängt, was auch immer. Und ja, bei denen entsteht dann auch was. Die sind dann auch zum einen erstaunt und erfreut. NATURVERBUNDEN.INFO:


Und die Leute bezahlen dann die Materialien, die verwendet wur- den, und dann noch ein bisschen was drauf oder wie läuft das? WOLFGANG SAURE: Ja, wir


legen die Materialkosten, die Brennkosten und die Glasurkos- ten um und nehmen noch ’nen kleinen Obolus für die Vermitt- lung der handwerklichen Fähig- keiten und die Betreuung. Ja, das ist so. Das ist das Kursschema. NATURVERBUNDEN.INFO: Könntest du dir das gut vorstel- len oder hast du das schon ein- mal versucht, ganz gezielt auf Kindergärten und Schulen zuzu- gehen?


WOLFGANG SAURE: Es wa-


ren auch schon Pädagogen hier, die dann gesagt haben: „Ich möchte gerne mal mit meiner Kindergartengruppe kommen.“ Oder jetzt hatten wir auch mal ’ne Anfrage von ’nem Arzt, der wollte auf seiner Betriebsfei- er was Besonderes machen. Er macht immer mit seinen Mitar- beitern so ’ne Gartenparty und da hat er uns gefragt, ob wir nicht auch mal kommen können und gemeinsam mit den Leuten was machen. Das ist noch ein Punkt, den ich noch nicht erwähnt habe. Wir machen manchmal so Expo- nate, da sind mehrere Leute da- ran beteiligt, die verewigen sich da drin. Oder wir haben jetzt auch für eine Hochzeit was ge- macht. Da haben sich vier Leu- te hier getroffen und die woll- ten was ganz Individuelles dem Brautpaar schenken. Die haben eine Schale gemacht und jeder hatte eine Hand gegeben. Die ka- men her und wollten irgendwas Besonderes machen und dann


haben wir uns erst mal eine hal- be Stunde ganz entspannt an den Tisch gesetzt, erst mal überlegt, was so geht, und dann sind wir darauf gekommen, diese Schale zu machen. Jeder hat dann sei- ne Hand modelliert und da ist eine wunderbare Schale daraus geworden, die zurzeit noch im Ofen ist. Aber das war für die Hochzeit schon ein bisschen spät und dann haben wir während des Entstehens eine Fotoserie gemacht. Und daraus haben die so ein Fotobuch erstellt und das haben die dem Brautpaar ge- schenkt. Also, das Brautpaar hat jetzt erst mal das Fotobuch und diese Schale kriegen sie jetzt ir- gendwann, wenn die fertig gla- siert ist. Das sind also so ganz individuelle Geschenke, die hier entstehen. Ich hatte jetzt auch mal Großeltern mit ihrem Enkel da. Das Kind war so drei, vier Jahre alt und ja, wir wollten ger- ne was Bleibendes machen. Und dann haben wir einen Handab- druck gemacht und das Ganze auf so ’ne schöne Form gebracht. Ich habe das dann fertig gemacht und hab’ das dahin gebracht. Die hatten Tränen in den Augen. Das ist so ein Stück, was wie ’n Foto ’ne eingefrorene Zeit ist, etwas, was so einen bestimmten Zu- stand halt festhält und was ’nen sehr großen nachhaltigen Wert hat. NATURVERBUNDEN.INFO:


Wir haben das ja bei den Höh- lenmalereien von Lascaux zum Beispiel auch.


WOLFGANG SAURE: Ja!


NATURVERBUNDEN.INFO:


Ganz plakativ. Und wir spre- chen ja da von zwanzigtausend, dreißigtausend vor Christus zum Teil. Der Mensch in Raum und Zeit: diese Hand. Ich bin hier. WOLFGANG SAURE: Ja! Das wollte er ausdrücken. Das ist fantastisch, nicht wahr? Eigent- lich müssten wir … jeder müsste so was hinterlassen. Als Zeichen, dass wir hier waren, in dieser Dimension, in dieser Zeit. Ja, genau. Denn, was bleibt sonst? Nur Erinnerung. Vielleicht ein vergilbtes Foto oder auch mitt- lerweile ganze Fotoserien. An- sonsten bleibt von uns wenig … Körperliches ... NATURVERBUNDEN.INFO:


Was bräuchte er oder sie rein materiell beziehungsweise tech- nisch an Grundausstattung zum Töpfern oder was sollte er oder sie beachten? Und dann noch eine Frage gleich anschließend: Wenn man sich jetzt nicht gleich so ’n Brennofen leisten könnte, bestünde die Möglichkeit, dass Leute zu Hause selber für sich


Das gehört zum kreativen Schaffen. Der Künstler erfreut sich an seinem Werk ... . Ein wundervolles Gefühl.


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