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Es gibt viel mehr Menschen, die diese Zustände, unter denen wir alle leben, geändert haben möchten.


Anfang des Weges unzweifel- haft eine Menge Idealismus als Treibstoff parat. Habt ihr bislang euren eigenen Anforderungen beziehungsweise Zielvorstellun- gen gerecht werden können oder sind gewisse Kompromisse, die man im Laufe der Zeit manch- mal eingehen muss, unvermeid- lich gewesen? NORMAN: In der Unterbrin-


gung der Tiere machen wir Kompromisse. Ganz klar. Wir haben hier ’n Affengehege, das ist auch ganz toll im Vergleich zu dem, was viele Tierparks oder Privathalter diesen Affen bieten, aber … bei vielen Tieren erfüllst du diese Mindestanforderun- gen, die festgeschrieben sind, sogar um das Zigfache, aber du weißt trotzdem, dass es nicht so ist, wie unter den natürlichen Bedingungen. Wir haben immer so das Gefühl, dass man da noch ein bisserl mehr machen könnte, aber es fehlen eben meist die fi- nanziellen Möglichkeiten. NATURVERBUNDEN.INFO:


Wenn jemand eventuell mit dem Gedanken spielt, ein ähnliches Projekt aufzubauen, was sollte


eurer Meinung nach der- oder diejenige auf jeden Fall dabei be- achten und berücksichtigen? NORMAN: Am besten ist im-


mer, Kontakt aufzunehmen zu Tierschutzvereinen in der nä- heren Umgebung beziehungs- weise zu Leuten, die das selber machen. Es gibt ’ne Menge Ein- richtungen, die guten Tierschutz betreiben, die sich aber der Öf- fentlichkeit gegenüber aufgrund von schlechten Erfahrungen nicht öffnen. Wir zum Beispiel stellen fest, dass – seitdem wir uns der Öffentlichkeit gegenüber öffnen – sich plötzlich Menschen melden, die allen Ernstes sagen: „Wir möchten euch helfen.“ Und durch unsere Vereinsgrün- dung haben wir auch endlich die Möglichkeit, Spenden anzu- nehmen und den Menschen das zu bescheinigen. Die Hilfsbereit- schaft hier hat uns schon über- rascht, denn wir haben jahrelang nur Verfolgung und auch übles Nachgerede gekannt. So, wie es jetzt ist, ist es gut. Die Leute sol- len kommen und Fragen stellen. Beim Bau von Zäunen zum Bei- spiel können wir Leute beraten.


Wir können Leute in Haltungs- fragen schulen. Wir können Leu- ten über Bienen was sagen oder wenn sie ’n Problem mit ’nem Wespen- oder Hornissennest ha- ben. Das sind Dinge, wo wir hel- fen können. Aber die beste Form der Organisation müssen die Menschen anhand ihrer Struk- turen festlegen. Ihr solltet es mit guten Freunden machen. Das ist schon wichtig. Macht es nicht mit Wildfremden. Zieht nicht ein- fach mit irgendwem zusammen, nur weil ihr alle Tiere gern habt oder weil ihr alle gern Kartoffeln anpflanzt. Guckt, dass ihr es mit Leuten tut, mit denen ihr mög- lichst viele gemeinsame Schnitt- mengen habt. Es ist einfach, Menschen zu finden, die sich na- turverbunden fühlen und auch naturverbunden handeln. Aber Menschen zu finden, die in einer Gemeinschaft zusammenleben können, das ist etwas anderes. Aber man braucht auch keine Angst davor haben. Einfach los- legen. Irgendwas machen. Wenn man zum Beispiel den Platz zu Hause hat und man ’ner Katze vom Tierheim oder Gnaden-


Schweineauslauf vor der Stiegmühle 28


Nr. 3/2011 Naturverbunden.info


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