KUNST
Expressionismus, insbesondere »Brücke«
Veranstalter GALERIE HENZE & KETTERER & TRIEBOLD Ort Riehen/Basel Ausstellungsdauer 05. Juni bis 21. August 2010
»Mit dem Glauben an Entwicklung an eine neue Generation der Schaffenden wie der Genießenden rufen wir alle Jugend zu- sammen und als Jugend, die die Zukunft trägt, wollen wir uns Arm- und Lebensfreiheit verschaffen gegenüber den wohlange- sessenen älteren Kräften. Jeder gehört zu uns, der unmittelbar und unverfälscht das wiedergibt, was ihn zum Schaffen drängt.«
1905 gründen die Architekturstudenten der Technischen Hoch- schule in Dresden Fritz Bleyl, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirch- ner und Karl Schmidt-Rottluff die Künstlergruppe »Brücke«. Emil Nolde, Max Pechstein, Cuno Amiet und Otto Mueller treten der Künstlergruppe später bei, sowie eine beträchtliche Anzahl an Passivmitgliedern. 1911 übersiedelt die Künstlergruppe nach Berlin und löst sich dort 1913 wieder auf.
Der im Programm der »Brücke« geäußerte Aufruf, sich von der Tradition zu befreien, um ohne Zwänge arbeiten und sich äußern zu können, war ein notwendiger Befreiungsschlag gegenüber den akademischen Lehren und Vorstellungen. Dieser war durch-
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Karl Schmidt-Rottluff, Blumenstilleben, um 1937, Aquarell, 62,5 x 49 cm
aus extrem und führte zu einer völlig neuartigen künstlerischen Ausdrucksweise. Die Mitglieder der Künstlervereinigung arbeite- ten sehr eng miteinander während dieser acht Jahre. Sie teilten Ateliers, schlossen sich mehrmals zu intensiven Malaufenthalten zusammen, brachten gemeinsam jährliche Graphikmappen he- raus und nahmen an Gruppenausstellungen im In- und Ausland teil. Obwohl sich bei einigen von Ihnen besonders während der »Brücke«-Zeit große Übereinstimmungen im Schaffen beobach- ten lassen, bewahrten die Künstler weitgehend ihre Eigenstän- digkeit. Und gerade diese Bewahrung der Individualität machte es möglich, dass nach der Auflösung der Künstlervereinigung, die sich eben nicht einen gemeinsamen Stil, sondern die Freiheit der künstlerischen Äußerung zum Ziel gesetzt hatte, ein jeder seine eigene künstlerische Sprache weiterentwickeln konnte.
Nach verschiedenen Ausstellungen zu den zeitgenössischen Künstlern unserer Galerie greifen wir zeitgerecht zur Art Basel 2010 auf unser klassisches Programm zurück und zeigen die Fortsetzung der Ausstellungsreihe »Expressionismus, insbeson-
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