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Fotos: Hans Jörg Michel


»La Calisto« gilt als Reifewerk Francesco Cavallis und seines Li- brettisten Giovanni Faustini. In farbiger Sprache, der es nicht an Frivolität und Komik mangelt, entwerfen die beiden Künstler ein kritisches Gesellschaftsbild. Vordergründig entführt uns die Oper in die hehre Welt der Götter, Satyrn und Nymphen, in die Wäl- der der Jagdgöttin Diana. Doch hier geht es ganz und gar nicht vornehm zu. Ein Besuch von Göttervater Jupiter tritt eine ganze Reihe vor allem erotischer Turbulenzen los. Dabei wollte Jupi- ter eigentlich nur auf die Erde herabsteigen, um die dort nach Kriegen herrschenden Verheerungen zu beheben. Ein schönes Menschenkind macht diesem Vorhaben erst einmal ein Ende: Jupiter begegnet der bezaubernden Calisto, einer jungen Frau aus dem Gefolge Dianas. Er will sie für sich erobern. Doch Ca- listo, die Keuschheit geschworen hat, weist den Gott empört ab. Nun heisst es, göttliche Macht spielen zu lassen: Jupiter verwan- delt sich in die Gestalt Dianas. Dieser, so weiss er, wird Calisto nichts verweigern. In der Tat: Calisto verwöhnt ihn mit zartesten Küssen. Ein turbulentes, aber auch derbes Verwechslungsspiel beginnt. Denn auch Diana wird – verbotenerweise – von dem jungen Hirten Endymion geliebt. Die «echte» und die »falsche« Diana stürzen ihre ahnungslosen Partner nun in so manche Gefühlswirrnis. Als sich auch noch Jupiters eifersüchtige Gat- tin Juno auf die Erde begibt, um dem Treiben ihres Mannes ein Ende zu machen, wird das Chaos perfekt. Juno verwandelt


Calisto in eine Bärin. Jupiter wird Calisto nun zwar nicht mehr lie- ben, doch verspricht er ihr, sie später als Sternbild unsterblich zu machen. Auch Diana findet für ihren Regelverstoss eine Lösung: Sie versetzt Endymion in ewigen Schlaf, um ihn so durch Küsse ewig lieben zu können, ohne ihr Keuschheitsgebot zu brechen.


Inszenierung Jan Bosse Musikalische Leitung Andrea Marcon, Regie: Jan Bosse, Bühne: Stéphane Laimé, Kostüme: Kathrin Plath, Video: Ulrike Lindenmann, Chor/Musikalische Assistenz: Johannes Keller, Dra- maturgie: Ute Vollmar


Mit: Maya Boog, Alice Borciani, Geraldine Cassidy, Agata Wi- lewska, Nikolay Borchev, Flavio Ferri-Benedetti, Andrew Murphy, Xavier Sabata, Luca Tittoto, dem Chor Studierender der Schola Cantorum Basiliensis und dem La Cetra Barockorchester Basel


In Zusammenarbeit mit der Schola Cantorum Basiliensis


Termine 07.06., 09.06., 11.06., 15.06.2010 je 20:00 Uhr 20.06.2010, 19:00 Uhr


Weitere Informationen unter www.theater-basel.ch » Alle Termine und Tickets unter www.actlive.de 13


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