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as Blut der treuen und strapazierfähigen Achal Tekkiner floss angeblich auch in den Adern der Lieblingspferde von Alexander dem Großen und Dschinghis Khan. Es wird überliefert, dass diese Tiere auf eine äußerst drakonische Weise erzogen wurden. Das junge Pferd wurde in einer schmalen Grube gehalten und mit Steinen beworfen. Gefüttert wurde es ausschließlich von seinem Besitzer und dank diesem Umstand blieb es sein Leben lang nur diesem einen Mensch ergeben. Laut Tierpflegerin Zuzana Tinková, die in dem Gestüt arbeitet, kursieren bis heute Gerüchte, dass Achal Tekkiner-Pferde extrem starrsinnig sind und nicht erzogen werden können. Sie gibt zu, dass sie im Vergleich zu anderen, in der Slowakei gezüchteten Rassen einen andersgearteten Charakter besitzen. Probleme mit ihnen hatte sie jedoch nie. Die Worte bestätigte auch ihr Kollege, der mit diesen Pferden arbeitet: „Sie sind klug und lernfähig.“

Laut Enzyklopädien weist diese Rasse zahlreiche Exterieur Mängel auf. Heute, da sich die Zuchtbasis inzwischen erweiterte, bilden sich diese allmählich zurück. Trotzdem gibt es bis heute nur 2.500 Exemplare weltweit. Noch vor kurzem stand diese Rasse am Rande des Aussterbens. Achal Tekkiner sind vor allem in Österreich sehr beliebt. Von dort brachte sie der Unternehmer Vladislav Khabliev zu uns. In ihrem Heimatland werden sie vor allem als Rennpferde eingesetzt. „Der aktuelle Trend ist die Dressurausbildung dieser Pferde,

denn sie haben eine gute Gangart und können hervorragend springen“, sagt Zuzana Tinková. Schon 1960, bei den Olympischen Sommerspielen in Rom, gewann der Achal Tekkiner-Hengst „Absent“ eine Goldmedaille in Dressur. Außerdem eignen sich diese Pferde gut auch für Distanzrennen. Aufgrund ihrer Herkunft, die in der turkmenischen Wüste Karakum liegt, sind sie ähnlich leistungsstark und belastbar wie arabische Vollblüter.

Das Gestüt in Stará Lehota ist dank seiner wunderschönen Pferde weit bekannt. Neben den Achal Tekkinern werden hier noch Friesenpferde, Lipizzaner und ein Araber- Fohlen gehalten. An sonnigen Wochenenden

▲ Trojročný achaltekinský žrebec Prospekt. The three-year old Akhal-Teke stallion Prospekt. Der dreijährige Achal Tekkiner-Hengst „Prospekt“

kommen Familien mit Kindern hierher, um diese edlen Tiere zu bewundern. Laut Zuzana Tinková haben die Besucher auch Zutritt zum Stall. Nebenbei können sie noch frischen Schafskäse probieren, der hier seit diesem Frühling hergestellt wird. ❚

▼ Prvé achaltekinské žriebätko, ktoré sa narodilo v Starej Lehote. The first Akhal-Teke foal born in Stará Lehota. Das erste, in Stará Lehota geborene Achal Tekkiner-Fohlen

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